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Samstag, 10. März 2012

Größe oder Selbstabsicherung?

Einige Tage sind seit dem überraschenden Wechsel an der Spitze der Innsbrucker ÖVP vergangen. Befehl der Landespartei, behaupten die einen, Größe von FX Gruber andere.

Vielleicht gibt es ja auch noch eine dritte Variante. In Kombination mit der kolportierten Vereinbarung, dass Christoph Platzgummer im Falle, dass er nicht direkt gewählter Bürgermeister wird, als einfacher Gemeinderat – also nicht als allfälliger VizeBM oder Stadtrat, amtieren wird, zeichnet sich für mich folgendes Bild ab:
FX Gruber hat erkannt, dass er bei weitem nicht einmal an die letztmalige Performance seines Vorgängers Eugen Sprenger herankommt. Und zwar nicht nur als BM-Kandidat sondern auch als VP-Fraktion. Damit ist nicht nur der BM-Sessel in weiter Ferne sondern auch sein aktueller VizMB-Stuhl, ja sogar eine Amtsführung im Stadtsenat scheint auf wackeligen Beinen zu stehen.
Die kolportierte Größe von FX Gruber mag die Erkenntnis sein, dass es so ist. Die Entscheidung selbst allerdings erscheint als politischer Selbsterhaltungstrieb. Denn Christoph Platzgummer hat meiner Meinung nach keine Chance auf das BM-Amt, allerdings könnte die medial gern gesehene und geschriebene Auseinandersetzung zwischen den beiden ÖVP – Listen FI und ÖVP bzw. den persönlich verfeindeten Personen BMin Christine Oppitz-Plörer und 2009 fallen gelassener Christoph Platzgummer der ÖVP-Liste selbst ein wenig Aufmerksamkeit und eventuell Aufschwung geben. Jedenfalls so viel, dass zumindest eine Amtsführung für FX Gruber greifbar bleibt.
Somit könnte die ganze Aktion auch der Versuch sein, sich die eigene politische Position durch vermeintlichen Verzicht zu sichern.
Das „VP-Partei-Opfer“ wäre in diesem Falle nicht, wie vielfach behauptet, FX Gruber, sondern – wieder einmal ???– Christoph Platzgummer. Schwer nachvollziehbar, warum dieser sich auf das einlässt. Denn die persönlichen Erfolgsaussichten erscheinen marginal, der Reputationsverlust hingegen kann groß werden, hat er sich doch mit diesem Schritt von seiner eigenen „Politikverzicht für immer-Ansage“ verabschiedet und sich so selbst Lügen gestraft.

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Interessante These. Nur glaube ich nicht, dass der ehrgeizige Hr. Platzgummer das ohne Netz macht - naja der jetztige Landesposten ist ja auch gut dotiert - oder erkennt er die Situation aufgrund eines möglichen Borderline-Syndroms gar nicht mehr?? Oder kann es sein, dass ein Hr. Wanker so den FX los werden will??

Anonym hat gesagt…

Platzgummers Erfolgschancen als marginal zu bezeichnen, wenn man selbst mit Sonja Pitscheider Umfragewerte weit unter dem eigentlichen Niveau der Grünen erzielt, finde ich leider eher lächerlich. Ich bin dann auf die Einsicht gespannt, ob diese Spitzenkanditatin die Richtige war. Denn auch das Einsehen von Fehlern zeugt von Größe!

Uschi Schwarzl hat gesagt…

Hi,

diese Frage kann man/frau bei jeder SpitzenkandidatIn stellen. Und die beiden Wechsel kann man nicht vergleichen. Bei uns war es ein längerfristig angelegter politischer Generationenwechsel, bei der ÖVP ist es quasi ein Pferdewechsel kurz vor dem Stall. Das auch als Tiorschlusspanik zu interpretieren, erscheint mir zumindest nicht an den Haaren herbeigezogen zu sein. Und übrigens: Am Wahltag ab 17.00 werden wirs alle genau wissen.

LG uschi

Anonym hat gesagt…

den generationenwechsel sieht man bei den grünen auf platz 2 und 3... seit wann sind sie im gemeinderat?

maple leaf hat gesagt…

was hat der konkrete platz 2 mit (fehlendem) generationenwechsel zu tun?
und ein rückzug vom platz 1 ist wohl ein rückzug; man muss doch nicht gleich alles hinschmeißen?

mit dem blick einer niagara-wühlmaus erscheint schon manches provinziell in der heimat....

 
Uschi Schwarzl - innsbruck.gruene.at