www.uschischwarzl.at Link zu den Innsbrucker GRÜNEN Link zu Uschis Facebook-Profil Link zu den Videos der Innsbrucker GRÜNEN Uschis Blogeinträge als RSS-Feed Link zu den Bildern der Innsbrucker GRÜNEN Startseite

Mittwoch, 27. Juli 2011

Betriebszeiten der Patscherkofelbahn: Bitte um die ganze Wahrheit, Herr Schröcksnadel

Ja, Peter Schröcksnadel hat Recht, das jahresdurchgängige Betreiben einer Seilbahn, ist nicht immer ein finanzielles Schnäppchen. Ja, und es ist legitim, dass Peter Schröcksnadel als Unternehmer alles daran setzt, das Betriebsergebnis zu erhöhen bzw. das Defizit zu reduzieren.

Nur eines sollte sich Peter Schröcksnadel besser überlegen, sein trotziges „Dann macht es euch selber“ an die Stadt. Sein permanentes Jammern über eine angeblich so schlechte Behandlung in Innsbruck.

Denn eine solche ist weit und breit nicht wahrzunehmen. Im Gegenteil, für uns Grüne zählen Peter Schröcksnadel und seine diversen Unternehmungen in der Stadt eher zu jenen, die in Sachen politischer und finanzieller Unterstützung durch die Stadtführung seit Jahren auf der Butterseite zu liegen scheinen.

Peter Schröcksnadel hat beim Erwerb der Patscherkofelbahn um wenige ATS gewusst, dass der Betrieb der Bahn eher Idealismus abverlangen denn Gewinn abwerfen wird.
Und Herr Peter Schröcksnadel hat oben am Kofel – aus Sentimentalität wie er betont – investiert. Aber eben nicht allein, wie er gerne öffentlich darstellt. Die Stadt hat einer Vereinbarung über das Innsbrucker Schigebiet Patscherkofel entsprechend, wonach die Patscherkofelbahnen Ges.m.b.H. & Co. KG als Betreiberin dieses Schigebietes verschiedene Investitionen im Skigebiet tätigt, im Gegenzug den Speicherteich für eine neue Beschneiungsanlage finanziert. Bei Gesamtinvestitionen von – geschätzt – 7,5 Mio. € für die Attraktivierungsmaßnahmen für das Schigebiet machte der städtische Zuschuss mit 1,5 Mio. Euro somit rund 20 % der Gesamtinvestitionssumme aus.

Dann wäre da auch noch die neue Bergiselschanze, ein weiterer Teil der Unternehmensgruppe des Peter Schröcksnadel. Rund 15 Mio. Euro hat ihr Neubau gekostet, rund 2,6 Mio. war der dazu der Beitrag des Peter Schröcksnadel, der Rest, in diesem Fall der überwiegende Rest von über 80% kam von den öffentlichen Händen – auch von der Stadt Innsbruck.
Und diese ach so böse Stadt Innsbruck war es dann auch, die dann dort oben dem Herrn Peter Schröcksnadel den Erschließungsbeitrag massiv herabgesetzt und für Besichtigungseintritte am Schanzenareal und damit Einnahmen des Herrn Peter Schröcksnadel 2007 die Vergnügungssteuer von ursprünglich 7 % auf 4 % reduziert hat.

Über das durch Grüne Anfragen in den letzten Jahren zutage getretene Nachlaufen der Stadt hinter diversen Zahlungsrückständen am Schicksalsberg ganz zu schweigen.

Und auch die Gastronomie im neuen Tirol Panorama wurde ohne öffentliche Ausschreibung durch das Land an ein Unternehmen des Herrn Peter Schröcksnadel vergeben, das durch Übernahme der Investitionen einen niedrigen jährlichen Pachtzins bezahlt. „Durch diese Vorgangsweise wurde die Wahlmöglichkeit des Landes Tirol jedenfalls erheblich eingeschränkt und es ist de facto vom vorgegebenen Betreiber abhängig,“ so der Landesrechnungshof in seiner letztjährigen Prüfung des Tirol Panoramas.

Wenn Herr Peter Schröcksnadel also in ernsthafte und seriöse Gespräche mit der Stadt über die Zukunft am Patscherkofel eintreten möchte, die ja durchaus möglich sein sollen, dann aber bitte unter geänderten Vorzeichen. Peter Schröcksnadel ist nicht der Gönner der Stadt, sondern ein Unternehmer mit legitimen Interessen, dem eine Stadt mit ebensolchen legitimen öffentlichen Interessen gegenübersteht und die ihm und seinen Unternehmen seit Jahren nach Grüner Sicht ohnehin in überbordendem Ausmaß entgegenkommt.

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Ich finde es eine ziemlich Ver....ung, wenn man sich das Freizeitticket kauft um z.B. im Frühsommer öfters auf den PK zum Wandern zu fahren und ausgerechnet dann die Bahn nicht fährt (ich kauf mir kein fReizeitticket und zwischen Touris eingezwängt ind er Hochsaison zu fahren, wo eh fast nie schönes WEtter ist).
Aber wundern darf man sich nicht - der Herr "Prof" hats ja schon manchmal probiert. So kam es diesen Frühsommer bereits vor, dass die Bahn nicht fuhr - wegen kurzfristiger Wartung (ob das nicht ein Versuchsballon war, ob sich jemand aufregt, ich verabsäumte es leider). Ohne Ankünfigung auf der Homepage - sehr fein, wenn man zu Fuß raufgeht (nicht von der Talstation sondern von Sistrans) und dann oben vor verschlossenen Türen steht.
Ich hoffe nur, dass dieser Theaterdonner nun nicht eine erster Akt eines Glungezer-Vikartal-Verhunzungsprojekts (dieses Schigebietserschließungsvorhaben gabs aj schon einmal)ist.
Ja und sonst - ich würde Unternehmer und Gönner streichen. In erster linie ist er doch Schilehrer (was ihn sicher trotz aller unguten Seiten sympathisch macht) und Schilehrer sind ebenso wie echte Bergfexe keine wirklichen Naturliebhaber sondern Sportler. Dass das etwas anderes ist als z.B. Wanderer und Spaziergänger sind, wusste schon A. Huxley.

Archi

Anonym hat gesagt…

Also sorry, aber was hat die Bergiselschanze (wird vom ÖSV betrieben, dessen Präsident Herr Schröcksnadel ist) mit dem Patscherkofel (wird von Schröcksnadel privat betrieben) zu tun?! Der ÖSV ist ein VEREIN, kein Teil einer Unternehmensgruppe. Laut Statuten sind alle Fuktionen dort ehrenamtlich... Das in einen Topf zu werfen ist irgendwie ziemlich dumm...
Und warum hat die Stadt Innsbruck die Patscherkofelbahn "um wenige ATS" hergegeben?!

Uschi Schwarzl hat gesagt…

Hier meine letztjährige Recherche zum Unternehmen ÖSV

ÖSV



Präsident Peter Schröcksnadel



100% Tochter

Austria Skiteam Handel und Beteiligungs GmbH.

Geschäftsführer Schröksnadel/ Leistner

Olympiastraße 10





100% Tochter Austria Ski Nordic 100% Tochter BBG

Veranstaltungs GmbH GF Leistner/Wörndle

GF Schröksnadel/Leistner

Olympiastr. 10 Olympiastr. 10





Sowohl die BBG als auch die Austria Ski Nordic sind 100% - Töchter der Austria Skiteam Handel und Beteiligungs GmbH. und Enkel des ÖSV.

Beide haben die gleiche Firmenadresse und weisen personelle Überlappungen, ja teilweise Personalunion auf.

Ich halte es nicht für dumm, die Role von herrn Schröcksnadel in Innsbruck gesamthaft anzuschauen. Aber es ist dir unbenommen, das anders zu sehen.

Und warum hat Herr Schröcksnadel die patscherkofelbahn um wenige ATS gekauft, wenn ihm klar sein musste, dass dort einiges zu investieren ist. Sonst hätte er sie ja gar nicht um wenige ATS bekommen.

Uschi

 
Uschi Schwarzl - innsbruck.gruene.at