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Sonntag, 5. Juni 2011

Regionalbahn und Kranebitter Allee - Chance verpasst. Regierungsmehrheit verhindert weitblickende Lösung

Wie bekannt, haben wir GRÜNEN beantragt, beim Bau der Regionalbahn ab Fischerhäuslweg nach Westen eine für Jahrzehnte optimale und damit zukunftsweisende Lösung eingehend zu prüfen. Diese hätte vorgesehen, entgegen den Planungen der IVB den öffentlichen Verkehr auf der aktuellen Kranebitter Allee zu führen und die Straße für den Individualverkehr weiter Richtung Süden zum Flughafen hin zu verlegen. Damit hätten sich folgende Chancen aufgetan:

* Lärm und Abgase des Individualverkehrs weg von den Menschen,
* Öffentlichen Verkehr ohne gefährliche Staßenquerung hin zu den Menschen,
* durch Neuarrangement des ganzen Planungsbereiches unter Einbeziehung von Flughafen-Flächen, die ohnehin der Stadt gehören, Platz schaffen für besseres Baumwachstum und für Lärmschutz",
eine Win-Win-Situation quasi.

Dass der Vorschlag Charme hat, konnte auch die Koalition nicht von der Hand weisen, wurden doch Klubstellungnahmen eingeholt und vom Stadtsenat ein Lokalaugenschein durchgeführt. Doch leider konnte sich die Regierungmehrheit nicht einmal zur intensiven Prüfung der zukunftweisenden, langfristigen, optimalen Lösung durchringen. Das ärgert mich. Dazu hätte lediglich der bestehende Planungsauftrag an die IVB modifiziert werden müssen. Planungen für weniger kritische Trassenabschnitte hätten vorgezogen werden müssen (z.B. für Technikerstraße/Westspange/Ast Peerhof und Ast Innerebnerstraße) und ohne aktuellen Zeitdruck alle beteiligten Stellen an einer neuen Gesamtlösung für den Abschnitt Vögelebichl – Technikerkreuzung arbeiten können.
Der Stadtsenat hätte also eine umfassende städtebauliche Gesamtlösung beauftragen können, die unter Beachtung der oben genannten Win-Win-Kriterien Varianten vorlegt, die für die politischen EntscheidungsträgerInnen zukunftsbeständige Entscheidungsmöglichkeiten erlaubt hätten."
Schade für die lärmgeplagten AnrainerInnen, schade für die geschädigte nördliche Baumreihe, die dringend mehr Platz bräuchte und schade für die zukünftige Stadtteilentwicklung. Ich finde es ärgerlich, dass auf Kosten einer gesamthaften Entwicklung im letzten Stadtsenat die einfachste Lösung durchgedrückt wurde.

Kommentare:

der anonyme hat gesagt…

ganz etwas anderes, passt leider nicht zum thema, wollte aber, dass das ein paar menschen lesen:

gestern war der "tag der freiwilligen". Das ist eigentlich sehr vielen Medien und Parteien aufgefallen. Viele haben dazu auch was gemacht. Allerdings finde ich in keinem einzigen Blog der Grünen (martin hof, gebi mair, sonja pitscheider, uschi schwarzl,...) auch nur ene einzige erwähnung oder anerkennende worte der freiwilligenarbeit. gerade im sozialbereich, wo de grünen ja eigentlich die experten sein wollen, läuft bei uns gar nichts mehr ohne freiwillige. schade, dass dass die grüne einstellung nichts als fassade ist....

ich bin mir aber sicher, dass nach diesem posting alle ganz toll schreiben werden, wie wertvoll usw das alles ist, im nachhinein gscheit sein, das können die grünen nämlich super!

Uschi Schwarzl hat gesagt…

meine erstantwort ist irgendwie fehlgeschlagen. hier nochamal:
nein, ich hole jetzt nicht in salbungsvollen worten nach, was du vermisst hast. sollte der tag der freiwilligen und ehrenamtlichen nicht auch viel mehr dazu anregen, zu hinterfragen, warum immer mehr freiwillige und ehrenamtliche - überwiegend unbezahlte frauenarbeit - den zunehmenden rückzug des staates ausgleichen müssen?

ich fühle mich als grünpolitikerin eher verantwortlich, gegen diesen staatlichen rückzug, der gerade im sozialbereich stark mit individualisierung von armut verbunden ist, anzukämpfen.

und trotzdem natürlich danke den freiwilligen - aber eben nicht nur an ihrem tag

lg uschi

Jensens hat gesagt…

Ich vermisse bei diesen ganzen Verkehrsplanungen die Transparenz. Wo kann ich am besten Online den aktuellen Planungsstand finden? Wenn Du so einen Artikel schreibst wären Links schön zu den Originalquellen - sofern sowas überhaupt öffentlich ist. Falls nicht wär es sehr fein, wenn die Grünen sich für maximale Transparenz einsetzen und auch selber die Veröffentlichung übernehmen.

Uschi Schwarzl hat gesagt…

Hab dich nicht vergessen sondern bin am Recherchieren, wie das gehen könnte. Melde mich, sobald ich das hab

lg uschi

Uschi Schwarzl hat gesagt…

sodala

die aktuellen detailpläne findet man weder auf der HP der IVB noch der stadt, weil sie sich eigentlich immer wieder in kleinen bereichen ändern. auch wir haben daher nie den top-aktuellen stand. die betse und aktuellste info findest du jeweils unter folgendem link Website http://www.strassenbahn.tk

trotzdem finde ich, dass es gut wäre, wenn stadt und IVB etwas mehr preisgeben würden, als striche auf dem innsbruck-stadtplan.

bei ganz wichtigen nachfragen, herrn muhrer von der IVB anrufen.

lg uschi

jensens hat gesagt…

Super, danke für Deinen Einsatz! Schade, dass es keine offiziellen aktuellen Infos gibt, die über selbstbeweihräuchernde Pressemeldungen und unleserliche Skizzen hinausgehen. So gewinnt man eher den Eindruck Stadt und IVB haben Angst der Bevölkerung die Planung preiszugeben. OpenData oder wenigstens klassische Planungstransparenz stecken hier wohl noch in der Kinderschuhen - sofern das Kind überhaupt schon das Licht der Welt erblickt hat.

Uschi Schwarzl hat gesagt…

hallo jensens,

dein damaliger Blog hat mich ja bei IVB und stadt vorstellig werden lassen. mittlerweile ist in reaktion darauf folgendes geplant:


die IVB wird die Detailpläne der bereits genehmigten Maßnahmen zwischen Sillpark und Fischerhäuslweg als Bilder auf ihre Homepage stellen.

Für die in Planung befindlichen Abschnitte ab Fischerhäuslweg bis Peerhöfe bzw. Amraserstraße wird es einen Vermerk auf ihrer Homepage geben, dass die Planungen bei der IVB eingesehen werden können.

Das haben wir beide wohl gut hingekriegt - oder?

lg uschi

 
Uschi Schwarzl - innsbruck.gruene.at