www.uschischwarzl.at Link zu den Innsbrucker GRÜNEN Link zu Uschis Facebook-Profil Link zu den Videos der Innsbrucker GRÜNEN Uschis Blogeinträge als RSS-Feed Link zu den Bildern der Innsbrucker GRÜNEN Startseite

Donnerstag, 12. Mai 2011

Nur mehr Mut

Ihr habt heute sicherlich in der TT gelesen, dass Magistratsmitarbeiter gestern dem Stadtsenat Vorschläge für eine Überarbeitung des Parkraumbewirtschaftungskonzeptes in Innsbruck vorgelegt haben. Von Verkleinerung der gebührenpflichtigen Kernzone bei gleichzeitiger Anhebung der Parkgebühr und zeitlicher Ausdehnung der Bewirtschaftung, um auch am Abend und am Samstag den AnrainerInnen das Parken möglich zu machen, bis hin zu Umwandlung aller anderen Zonen in Parkstraßen (0,50.- pro halber Stunde, max. 5.- pro Tag) reichen die Diskussionsvorschläge.

Die Druckerschwärze war noch gar nicht trocken, haben WirtschaftsvertreterInnen schon laut aufgeschrien und auch die politisch Verantwortlichen starten nicht mutig und zukunftsorientiert in die Debatte, sondern schon der erste Satz ist Relativierung".

Ich habe mir daher erlaubt, das kleine Interview, das in der heutigen TT mit SPÖ-Verkehrsstadtrat Ernst Pechlaner geführt wurde, um ein fiktives Interview mit mir zu ergänzen. Die Fiktion ist kursiv gesrieben.

Uschi

Das Innsbrucker Parkraumbewirtschaftungskonzept soll zur Gänze überarbeitet werden. Dem Stadtsenat wurde gestern ein erster Variantenbericht einer eigens eingerichteten Arbeitsgruppe
vorgelegt.
1 Herr Verkehrsstadtrat Pechlaner, welche Ziele verfolgen Sie mit einem neuen Parkraumbewirtschaftungskonzept?

Pechlaner:
Ein Ziel ist die Optimierung des Parkraums. Jeder Innsbrucker soll in unmittelbarer Nähe zu seiner Wohnung einen Parkplatz haben. Das alte Konzept ist überarbeitungswürdig, es braucht jetzt
aber ein Gesamtkonzept und keinen Fleckerlteppich.

Schwarzl:
Mein Ziel ist die Verbesserung des Lebens- und Wirtschaftsraumes. Die Wohngebiete der InnsbruckerInnen sollen von PendlerInnenparkplätzen zu lebenswerten Aufenthaltsräumen werden, in denen, wenn schon, vor allem die AnrainerInnen parken. Das alte Konzept ist überarbeitungswürdig. Es braucht ein Gesamtkonzept, das Menschen und nicht Autos zu den Wirtschaftsbetrieben der Innenstadt bringt. Maria Theresienstraße oder Wiltener Platzl zeigen: Wo sich Menschen gerne aufhalten, wo sie mit Öffi, per Rad und zu Fuß gut hinkommen, dort herrscht Leben und dort klingeln auch die Kassen.


2 Stehen Sie auch hinter der vorgeschlagenen Tariferhöhung in der Kernzone auf einen Euro pro halber Stunde?

Pechlaner:
Was ich mir vorstellen kann, ist eine Valorisierung in Zweijahresschritten. Man kann nicht in einem Schritt das nachholen, was seit zehn Jahren nicht passiert ist. Das Ziel ist hier aber nicht, die Einnahmen der Stadt zu erhöhen.

Schwarzl:
Ja, dazu stehe ich, denn ich will die Parktarife an der Oberfläche teurer und in den Tiefgaragen billiger machen, um Blech nach unten und Leben, Grüngestaltungsmöglichkeiten, Gastgärten, Flaniermeilen nach oben zu bringen.
Und ich will die Öffis stetig attraktiver und billiger machen. Denn Mobilität ist viel viel mehr als Automobilität.

3 Welche Neuerungen können Sie sich persönlich vorstellen?

Pechlaner:
Eine Ausdehnung der Gebührenpflicht bis 21 oder 22 Uhr, aber auch die etappenweise Einführung von Parkstraßen in der Peripherie. Ich bin hier für einen offenen Dialog.

Schwarzl:
Eine zeitliche Ausdehnung der Gebührenpflicht und eine Vergrößerung der Innenstadtkernzone gegenüber dem Beamtenentwurf. Denn zu günstiges Parken zu nahe am Zentrum bringt Blechsalat für die Wohngebiete. Mit dem Ausbau der Regionalbahn sukzessive Parkraumbewirtschaftung im ganzen Stadtgebiet zu Konditionen, die Dauerverparken unmöglich macht.
Und ich wünsche mir PolitikerInnen, die den Mut haben zu sagen: Für die Zukunft der Stadt kann es nur eine Devise geben: So viel Öffi-Rad-Füße wie möglich und so wenig PKW als nötig. Das nützt der Lebensqualität, der Wirtschaft und jedem einzelnen Geldbörsel.

1 Kommentar:

archi hat gesagt…

Parktarife an der Oberfläche teurer und in den Tiefgaragen billiger...
wäre gut - aber (s.Diskussion Markthallengarage) läuft das darauf hinaus, dass die Stadt für eine Verbilligung der Tarife so oder so in private Taschen zahlen muss. Die Lösung kann meiner Meinung nach nur sein, die Oberflächentarife anzuheben, sodass
Parkgaragentarife billig erscheinen.

 
Uschi Schwarzl - innsbruck.gruene.at