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Samstag, 19. Februar 2011

Uferkahlschlag - hoffentlich für immer - gestoppt

Endlich ist es uns gelungen, dass der Kahlschlag, den das städtische Forstamt seit Jahren an den Ufern von Inn und Sill anrichtet, zu einem großen öffentlichen Thema wurde. Bei einerNachfrage beim Verwalter des öffentlichen Wassergutes beim Land bekam ich die Antwort, dass er diese unsachgemäßen Arbeiten hat einstellen lassen. Ich hoffe, dass unser Dringlichkeitsantrag für ein (gewässer)ökologisch und limnologisch veträgliches Pflegekonzept kommende Woche im Gemeinderat eine Mehrheit erhält. Dabei könnten eigentlich nur alle gewinnen.

Uschi

hier aus der heutigen TT:

Stadt und Land im Clinch um Schlägerungen am Inn
In Innsbruck sieht man die Durchforstungsaktion am Inn als Erfolg. Nicht so das Land, das die Arbeiten einstellte.

Innsbruck – Die Meinungen könnten weiter auseinander nicht gehen. Für den Leiter des Innsbrucker Forstamts, Leonhard Steiger, ist die Bewuchspflege im Hochwasserabflussbereich entlang des Innufers eine Erfolgsgeschichte.
Ganz anders sieht das offenbar der Verwalter des öffentlichen Wassergutes beim Land Tirol, Reinhard Keeber. Er hat die jüngsten Arbeiten am Inn im Westen der Stadt bereits am 4. Februar einstellen lassen. Die massiven Schlägerungen seien nicht vertretbar und dürften in dieser Form nicht weitergeführt werden. Seither stehen die Maschinen still und es tobt ein fachlicher Richtungsstreit, wie die Arbeiten durchzuführen seien.
Steiger hatte kürzlich erklärt, dass seit der Innverbauung vor 30 bis 40 Jahren die Ufervegetation kaum gepflegt worden sei. „Die Hälfte ist sicher abgestorben und es ist total verwildert“, schildert der Forstfachmann die Situation. Seit drei Jahren sorge das städtische Forstamt in einem Projekt mit dem Baubezirksamt und dem öffentlichen Wassergut dafür, dass das Innufer durchforstet werde. Dabei gehe es primär um den Hochwasserschutz. Ein angenehmer Nebeneffekt sei, dass die Promenaden am Inn aufgeweitet würden und neuer Erholungsraum am Wasser geschaffen werde, zeigt Steiger die Vorteile auf. Im Zehnjahresrhythmus sollen die 20 Kilometer Innsbrucker Inn-ufer drankommen. 80.000 Euro jährlich würden in die Aktion fließen.
Steiger gesteht durchaus ein, „dass wir am Anfang vielleicht manchmal zu radikal vorgegangen sind“. Viele Bürgerbeschwerden seien die Folge gewesen. Nach der Verkürzung der durchforsteten Abschnitte von einem Kilometer auf 100 Meter seien die verärgerten Anrufe und Mails abgeklungen.
Die Abschnitte noch weiter zu verkleinern, sei jedoch schlichtweg unfinanzierbar, zeigt Steiger auch wirtschaftliche Grenzen auf. Außerdem sei er selbst überrascht, wie schnell die geschnittenen Bäume und Sträucher wieder nachwachsen würden. Offenbar nicht schnell genug für alle. Stadträtin Uschi Schwarzl von den Grünen, die wegen der „Kahlschläge“ seit mehreren Jahren mit – für sie berechtigtem – Bürgerprotest konfrontiert wird, fühlt sich durch die Einstellung der Arbeiten bestätigt. Schwarzl will in der nächsten Gemeinderatssitzung über einen dringenden Antrag einen gewäs- serökologisch und limnologisch verträglichen Pflegeplan für die Uferpflege einfordern.
Der Diskussion über ein derartiges Konzept will sich auch der für Forstangelegenheiten zuständige Vizebürgermeister Franz Gruber nicht verschließen. Er sei über die schon länger geführten Diskussionen nicht glücklich, versichert Gruber, denn dass die Ufer ausgeholzt werden müssten, daran bestehe kein Zweifel. Ein Gespräch mit den Beteiligten soll Klarheit für die Zukunft bringen.

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Uschi Schwarzl - innsbruck.gruene.at