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Mittwoch, 17. November 2010

Wenn Autofahren politische Visionen ersetzt

Also manchmal bleibt mir trotz 20 jähriger Erfahrung am Buckel im Stadtsenat immer mal wieder die Spucke weg. So auch heute anlässlich der Präsentation der Kanaloffensive der IKB-AG. Diese Baustellen in Verbindung mit jenen der Regionalbahn werden ja den Autoverkehr beeinträchtigen und wenn man den Autoverkehr nicht großräumig beschränkt, verdrängt und aussperrt, dann stehen auch die Öffis im Stau.

Wir haben daher im Sommer im Stadtsenat einen großen Erfolg gelandet, als es uns rund um das Öffi-Stau-Chaos anlässlich der Sperre der Bruneckerkreuzung gelungen ist, durchzusetzen, dass bei küftigen baustellenbedingten Behinderungen die Öffis, Radler und FussgängerInnen jedenfalls zu priorisieren sind.

Bereits im Vorfeld der heutigen Kanalbaupräsentation durch die IKB-AG hat SP-Neoverkehrsstadtrat Pechlaner angekündigt, einige dieser Baumaßnahmen aufschieben zu wollen. Daraufhin gabs offenbar hektisches koalitionäres Besprechen und eifrig kursierende Gerüchte, dass man halt in der Zeit des Gemeinderatswahlkampfes im Frühjahr 2012 keine zu großen Baustellenbehinderungen wolle.

Heute dann die Katze aus dem Sack: Ginge es nach einer neuen Variante, der IKB ganz offensichtlich von den roten Ämtern für Verkehr und Tiefbau aufs Aug gedrückt, dann sollen die Kanalbauarbeiten zwischen König Laurin-Allee und Boznerplatz nicht nur in der Zeit der Youth Olympic Games im Jänner 2012 eine "Winterpause" haben, sondern auch von Mitte Feber bis Ende Mai 2012 sollen sie ruhen und provisorisch zugemacht werden.

Auf meine Frage, was denn eine solche Baupause genau in dieser Zeit verursacht, ob das mit der heißen Phase des Gemeideratswahlkampfes zusammenhänge, betretenes Schweigen und damit stille Bestätigung bei Koalition und Beamtenschaft. Mehrkosten dafür übrigens auf Nachfrage: Mehr als 400.000.-


Wenn das so kommt, dann haben Stadtpolitik und politischer Gesatltungswille schlichtweg vor der Angst vor dem Autofahrer kapitulert.
Dabei sind die BürgerInnen schon viel weiter als ihre - vor allem roten VertreterInnen. Die wollen nämlich flexible, schnelle, pünktliche Mobilität und nicht freie Autofahrt.
Wir wollen ihnen diese in Tram, Bus und Zug, am Rad, zu Fuß, beim Carsharing usw. bieten und fürchten uns in verfolgung dieses Ziels nicht vor umgeleiteten AutofahrrInnen.

Und die WählerInnen werden es goutieren, wenn es StadtpolitikerInnen gibt, die Visionen und Ziele haben anstatt Angst.

Eure uschi

Kommentare:

BikeArea Tirol hat gesagt…

Der interessante Eintrag wimmelt vor Vertippslen. Bitte korrigieren und dann diesen Kommentar hier löschen! DANKE! :)

Archi hat gesagt…

Das Bild dass ich von der Stadtpolitik und Verwaltung in Verkehrsangelegenheiten bekommen habe ist leider kein schmeichelhaftes. Ich stelle mir den Zeithorizont dieser Damen und Herren ungefähr so vor: Jetzt noch 10-15 Jahre mitmischen, selbstgefällig von Innsbruck- Informiert Blättchen bei diversen Eröffnungen von Tiefbaubasteleien (Randsteine, Vergoldungen etc.) zu grinsen. Hier und da ein Sektempfang und eine Kulturveranstaltung um Empfindungen für etwas vorzutäuschen, für das man längst keinen Sinn mehr hat. Und zu allem – als einzige wirkliche Freude und kreativen Akt mit dem Auto anreisen.
Wenn diese Zeit zu Neige geht und das süße Leben versauert…. Was soll´s, man hat sein Leben ausgekostet, hat genossen was möglich war, um die Hypotheken aus diesem Leben mögen sich jüngere kümmern. Nachher kommt eh nur mehr die Demenz, falls sie sich nicht bereits jetzt schon eingenistet hat. Ein Ende in bester antiker Manier, vielleicht mit einem Glas Bardolino und geöffneten Pulsadern in der warmen Badewanne, denn das was noch kommen mag wird des Lebens nicht mehr wert sein.
Vielleicht tu ich den Leuten ja unrecht – aber wenn man sich das Milieu ganz ohne erläuternden Kommentar ansieht, so liegen solche Schlüsse leider nahe und das Vertrauen dass diese Truppe ganz ohne Tritt in den ….etwas vernünftiges anstellen wird ist Enden wollend.

Archi hat gesagt…

bevor Bikearea korrigiert: ein s zuveile beim ersten das

der unmündige bürger hat gesagt…

bei wem kann man denn offiziell einen antrag um verringerung der kanalgebühren stellen, (400000 euro bei geschätzten 40000 haushalten macht 10 euro pro gebührenzahler), weil diese ausgabe nicht gerechtfertigt ist?

u.b.

 
Uschi Schwarzl - innsbruck.gruene.at