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Dienstag, 30. November 2010

Wann haben sie denn endlich genug?

Zusammenfassung aus heutiger TT:

Die Skigebiete in Tirol rüsteten ihre Liftanlagen im vergangenen Sommer für insgesamt 330 Millionen Euro­ auf. Etwa 100 Pisten, Lifte und Beschneiungsanlagen sind laut LH Günther Platter heuer genehmigt worden.
Dennoch wird von den Seilbahnern dafür plädiert, die Gesetze zugunsten der viel debattierten Zusammenschlüsse und angedachten Skigebietserweiterungen zu ändern. In Tirol seien 25% der Fläche Schutzgebiete. Die Frage sei, ob alle Schutzgebiete „auf ewig heilig“ seien......
Die Seilbahngrundsätze werden derzeit überprüft, die zweite Sitzung findet am 15. Dezember statt. Ende März, Anfang April werden die neuen Seilbahngrundsätze stehen, so LH Günther Platter. Riesige Neuerschließungen seien nicht der richtige Weg, so Platter. „Sinnvolle Zusammenschlüsse“ sollten aber möglich sein.

Wann wird denn endlich kapiert, dass der Rest an unberührter Natur das wirkliche Kapital Tirols ist, auch für den Tourismus?
Wann wird endlich kapiert, dass alleine aus energiepolitischen Gründen die exzessive Beschneiung ein Ende haben muss, am Ende ist?
Wann hören sie endlich auf, Grundsätze der Landesentwicklung – in diesem Fall die Seilbahngrundsätze – permanent den Profitinteressen einiger unterzuordnen und zu überprüfen und anzupassen? Das sind längst keine Grundsätze mehr sondern beliebige Stehsätze.
Wann kapieren sie endlich, dass wir genug haben von der Unersättlichkeit, vom teuren Schifahren, von den Lobbies, von den rückgratlosen und visonslosen VP-Politikern?

1 Kommentar:

«MM» hat gesagt…

Meiner bescheidenen Erfahrung nach ist die menschliche Gier grenzenlos. Selbst kleinste Einschränkungen, die nur ganz wenige Personen oder überhaupt nur eine einzige betreffen, werden sofort als "Zurück auf die Bäume" interpretiert.

Ich bin überhaupt kein Befürworter des Bundesheers, aber eines hat dies Institution für sich: Sie bringt den jungen Menschen durch Drill bei, daß Überfluß nicht selbstverständlich ist, daß man aufeinander achtzugeben hat und nicht maßlos über alle Grenzen das tun kann, wonach einem gerade zumute ist (im erweiterten Sinne bildet dies überbordendes Profitstreben ab).

Nachdem "die Alten" in ihren Strukturen verfangen sind, weil diese ein bequemes / abgesichertes Leben ermöglichen bzw. in Aussicht stellen, auch bzw. erst recht dann, "wenn's mal was hat" (deshalb tritt man ja z. B. einer Studentenverbindung bei), dürfte die beste Lösung das Aufgeben der Alten sein bei gleichzeitiger Zuwendung an die Jungen: keine Energie verschwenden in die Bekämpfung existierender, festgefahrener Strukturen, sondern eigene aufbauen, die Jugend dafür begeistern und so den Keim setzen für Alternativen - dies eben mit Volldampf voraus.

Was auch immer kommen wird, eines ist sicher; Die Alten sterben aus, und damit ihre Strukturen. Und dann übernehmen die Spätergeborenen das Ruder. Im Idealfall sind diese letztlich soweit gebildet, daß sie einem "Turbokapitalismus" entsagen können und andere Werte leben als das ewige Streben nach Barem.

 
Uschi Schwarzl - innsbruck.gruene.at