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Donnerstag, 2. September 2010

Der "Tiroler Schicksalsberg" wurde endgültig zum Sinnbild schwarz-roter Machtpolitik in Tirol

Unten am Fuße des sogen. Tiroler Schicksalsberges hat vor bald 20 Jahren ein Kulturlandesrat, der sich noch als Lobbyist in Sachen Kunst und Kultur verstand, den Verein Kulturgasthaus Bierstindl beauftragt, das Bierstindl zu kaufen, umzubauen und teilzusanieren.Oben am Berg ist seine mittlerweile sechste Nachfolgerin gerade dabei, einem ihrer Vorgänger, Altlandeshauptmann van Staa und dem „typischen Tiroler“, welcher ersterer nie sein konnte, ein Denkmal zu setzen.Unten wurden die KulturmacherInnen vom Kulturlandesrat mit seiner Vision eines Hauses, das Tradition und Zeitkunst unter einem Dach vereint, allzu früh durch seinen Tod allein gelassen, das Gebäude und die Vision durch folgendes
kulturpolitisches Vakuum einfach dem Verfall preisgegeben.Oben gibt es keine Vision, dafür aber viel Geld. Von 7 auf 25 und mehr Millionen hat sich das BIM mittlerweile verteuert.Unten war seit Jahren bekannt, dass das Haus eine Bauruine, ein Fass ohne Boden, ein Schuldenmacher ohne Verschulden der Kulturschaffenden ist, jahrelang wurde
unten verhandelt statt problemlösend gehandelt, seit Jahren ging unten auf den letzten 10 m der/die jeweils zuständige KulturpolitikerIn verloren, seit Jahren wurde vertröstet und hingehalten.Oben wurde nicht lange verhandelt, sondern einfach gebaut, transloziert, investiert.Die, die oben um 25 Mio. und mehr noch jedes Konzept schuldig und dreist genug sind,
25 Mio. mit dem „Typischen Tiroler“ rechtfertigen zu wollen, fordern
unten das 45igste Konzept ein, ohne Bereitschaft zu zeigen, über das 44igste überhaupt zu reden.Die Ironie – nicht des Schicksals – will es also, dass der „Tiroler Schicksalsberg“ somit endgültig zum Sinnbild schwarz-roter (ja genau, die sind da genauso mit dabei) Politik in Tirol geworden ist: Der Verquickung von Politik und Sportwirtschaftsimperium auf der einen, und kulturpolitischem Zynismus auf einer anderen Seite. Darüber können auch die beiden diese umschließenden architektonischen Highlights nicht hinwegtäuschen.Denkmäler hegemonialer Macht türmen sich im wahrsten Sinne des Wortes
auf den Ruinen kultureller Vielfalt und Buntheit, die desaströse Kulturpolitik
wissentlich zerstört hat.

1 Kommentar:

Anonym hat gesagt…

also das bierstindl wurde ja alles andere als wirtschaftlich geführt - trotzdem muss i dir aber recht geben. der wahn am bergisel ist geradezu lächerlich. wäre jeder so unbedarft, dann wäre waterloo ein einziger altar.
es gehörte eine gesunde mischung zwischen alter und neuer kultur. betrachtet man nämlich alles allein mit der vernunft, dann wird einem schlecht: das bergisel-museum und die schützen bekommen teils seit jahrzehnten gelder en masse derweil das aktuelle heer, das auch katastrophenhilfe leistet, dahinsiecht. das wäre ungefähr so als würde ein autofahrer wöchentlich mit 10 kränzen zum autofriedhof pilgern, aber sich aktuell nur mehr ein moped leisten können.

bitte setz dich auch dafür ein, dass das neue innsbruck-informiert (das optisch gut gelungen ist!) entweder alle 2 monate heraus kommt oder auf 30 seiten beschränkt wird. ich habe heute themen bis beinahe 10x gelesen... und politikerblunzn dermaßen oft gesehen, dass mir gerade schlecht ist.
weil zahlen muss - auch den internetauftritt der zeitschrift
(man könnte sie auch noch im radio vorlesen lassen und dabei ein applaudierband abspielen) - alles der bürger. soviel papier für dummes gewäsch ist eine zumutung.
aber bei allen sonstigen ausgaben kürzen...

 
Uschi Schwarzl - innsbruck.gruene.at