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Montag, 27. September 2010

Ein Sonntag voller Kultur 2




Am Nachmittag dann Seelenfutter und Kulissenschiebereien. Unser 9. grüner Streifzug durch das Innsbrucker Kunst- und Kulturgeschehen. Andreas Pronegg führt uns durch die Stadt - aus Sicht des Theatermachers. Wir starten an der Passage zum Sparkassenplatz. Dort wird initiiert vom Theaterlabor um Andreas im Rahmen des Festivals "Theater trifft" jeden Abend Theater/Performance im 15-Minuten-Takt für je 15 Personen stattfinden.
In der Greilstraße klopfen wir quasi an die Tür des neuen Theaterzentrums, das die Stadt dort gemeinsam mit der freien Theaterszene Innsbrucks realiseren will.
Im Stellwerk am Innsbrucker Frachtenbahnhof statten wir Colmubosnext hoch über den unzähligen Gleisen und Weichen einen Besuch ab. Dieses ArchitektInnen-KünstlerInnen-Kollektiv, diese VernetzerInnen und SpartenübergreiferInnen - jeder kennt sie vom Plattformprojekt im Waltherpark - bereichern unsere Stadt mit unzähligen Ideen und werden ihrem Netzwerken gemäß eine wichtige Projektrolle im Rahmen der Eröffnung der Bäckerei mitte Oktober spielen.
Wir folgen quasi den Gleisen vom Stellwerk über den Bahnhof nach Dreiheiligen und beenden den Nachmittag in eben dieser Bäckerei. Christine Mölk, Christoph Grud und Klaus Schennach arbeiten dort seit Monaten und Wochen, unterstützt von einem Netzwerk von ArchitektInnen und Kunstschaffenden an einem neuen Kunst- und Kommunikationsort in Dreiheiligen.
Mitte Oktober wird der Start sein, dann könnt ihr selber sehen, welcher Idealismus, welcher Einsatz, welches Können dort am Werk sind.
Das wird wohl einer der spannendsten Orte Innsbrucks in naher Zukunft. Es ist herrlich, zu sehen, was sich da so alles tut in der Szene, welche Netzwerke da in den letzten Jahren entstanden sind, wie innovativ da gearbeitet wird. In so einem Umfeld die Kulturpolitik etwas mitgestalten zu können, ist wunderbar.

Ein Sonntag voller Kultur 1

Gestern, Sonntag früh Abfahrt mit dem Shuttlebus zur Baustelle Unterinntaltrasse bei Jenbach. Mit Minibus zum Einstieg in einen der vielen Sicherheitsstollen. Beim Abstieg in den Tunnel eine kleine Installation von Yeti und die ersten Saxophontöne von Christoph Reiserer. Er schickt sie gen Franzensfeste und retour - am Ende des Sicherheitsstollens mit Aussichtsplattform in den Haupttunnel werden die Töne aus dem Inneren des Saxophons an die Wand projiziert. An den Tunnelwänden 55 Tunnel-Ende-Gedanken zu 55 Tunnelkilometern von Innsbruck nach Franzensfeste von Barbara Hubdegger. Claudia Cervenca leiht diesen ihre Stimme. Ein tiefer Ort, ein ungewöhnlicher Schauplatz für ungewöhnliche und präzise Gedanken/Worte einer für mich im Kulturleben des Landes so wichtigen Frau. Assoziationen zu einem Projekt, in dem "so viel Geld investiert werden soll, nur um von Tirol nach Tirol zu kommen", wie Barbara Hundegger sagt.














Uschi

Montag, 20. September 2010

Auf Klang - Spuren

Haben gestern an der diesjährigen Pilgerwanderung der Klangspuren teilgenommen. Von Scharnitz bis Telfs, von Kirche zu Kapelle, auf alten (Jakobs)wegen, den Klängen zeitgenössischer Musik hinterhergehend.
Eine wunderbare Möglichkeit, sich zeitgenössischer Musik zu nähern, sie gehend zu verarbeiten und mit ihr in sich zu gehen.

Ein künftiger Fixpunkt meines Herbstkulturkalenders.
Muskelkater inklusive

Liebe Grüße

Uschi

Samstag, 18. September 2010

Interessantes Format für BürgerInnen - Info und Feed Back

Am letzten Donnerstag hab ich nachmittags wieder mit StR Peer und GR Buchacher einen BürgerInnennachmittag in der Höttinger Au abgehalten. Ziel war es, nach dem ersten BürgerInnennachmittag Anfang Juli in einer zweiten Runde unsere Beweggründe, Sinn und Zweck und Modalitäten einer gebührenpflichtigen Kurzparkzone in Gießensiedlung und Höttinger Au vorzustellen und zu diskutieren.

Ich war echt erstaunt, dass schon wie beim ersten Nachmittag wieder extrem viele interessierte BürgerInnen gekommen sind. Tendenziell neigt sich die Stimmung aus diesen Erfahrungen Richtung Pro, aber auch kritische Stimmen wurden laut und Detailfragen/Probleme aufgeworfen.

Unabhängig davon konnte ich dabei die spannende Erfahrung machen, dass solche Halbtage, an denen BürgerInnen jederzeit vorbeikommen und sich einklinken können, wesentlich effizienter, angenehmer und vor allem produktiver sind, als einmalige BürgerInnenversammlungen. Die sind meist Frontalreferate seitens der Politik ergänzt durch wenige Koreferate einiger weniger, die sich trauen. Was die schweigende zuhörende Mehrheit denkt, bleibt ein Geheimnis.

Das neue Format ermöglicht wirklich gegenseitige Kontaktaufnahme und Austausch.

Eine wertvolle Erfahrung für die weitere politische Arbeit
Uschi

Sonntag, 12. September 2010

Schräg - oder?

Tiere erobern die Stadt - unabhängig voneinander zu sehen auf Fotos der holländischen Fotographin Carlotte Dumas im F.O.K.U.S. und der Malerin Ina Hsu in der Andechsgalerie. Gleichzeitig ziehen Klänge aus Russland ihre Spuren von Schwaz gen Innsbruck und darüber hinaus und in Hall streut Literatur Salz in die Landessuppe. Der Kulturherbst im Innsbrucker Zentralraum ist da. Fein.

Abseits, ja abseits davon im wahrsten Sinne des Wortes, davon transferieren die Landesrätin und der Präsident heimlich das große Gemälde auf den Berg an dessen Fuße sie gleichzieitg die Kultur mit Füßen treten.

Schräg - oder?

Meint Uschi

Donnerstag, 2. September 2010

Der "Tiroler Schicksalsberg" wurde endgültig zum Sinnbild schwarz-roter Machtpolitik in Tirol

Unten am Fuße des sogen. Tiroler Schicksalsberges hat vor bald 20 Jahren ein Kulturlandesrat, der sich noch als Lobbyist in Sachen Kunst und Kultur verstand, den Verein Kulturgasthaus Bierstindl beauftragt, das Bierstindl zu kaufen, umzubauen und teilzusanieren.Oben am Berg ist seine mittlerweile sechste Nachfolgerin gerade dabei, einem ihrer Vorgänger, Altlandeshauptmann van Staa und dem „typischen Tiroler“, welcher ersterer nie sein konnte, ein Denkmal zu setzen.Unten wurden die KulturmacherInnen vom Kulturlandesrat mit seiner Vision eines Hauses, das Tradition und Zeitkunst unter einem Dach vereint, allzu früh durch seinen Tod allein gelassen, das Gebäude und die Vision durch folgendes
kulturpolitisches Vakuum einfach dem Verfall preisgegeben.Oben gibt es keine Vision, dafür aber viel Geld. Von 7 auf 25 und mehr Millionen hat sich das BIM mittlerweile verteuert.Unten war seit Jahren bekannt, dass das Haus eine Bauruine, ein Fass ohne Boden, ein Schuldenmacher ohne Verschulden der Kulturschaffenden ist, jahrelang wurde
unten verhandelt statt problemlösend gehandelt, seit Jahren ging unten auf den letzten 10 m der/die jeweils zuständige KulturpolitikerIn verloren, seit Jahren wurde vertröstet und hingehalten.Oben wurde nicht lange verhandelt, sondern einfach gebaut, transloziert, investiert.Die, die oben um 25 Mio. und mehr noch jedes Konzept schuldig und dreist genug sind,
25 Mio. mit dem „Typischen Tiroler“ rechtfertigen zu wollen, fordern
unten das 45igste Konzept ein, ohne Bereitschaft zu zeigen, über das 44igste überhaupt zu reden.Die Ironie – nicht des Schicksals – will es also, dass der „Tiroler Schicksalsberg“ somit endgültig zum Sinnbild schwarz-roter (ja genau, die sind da genauso mit dabei) Politik in Tirol geworden ist: Der Verquickung von Politik und Sportwirtschaftsimperium auf der einen, und kulturpolitischem Zynismus auf einer anderen Seite. Darüber können auch die beiden diese umschließenden architektonischen Highlights nicht hinwegtäuschen.Denkmäler hegemonialer Macht türmen sich im wahrsten Sinne des Wortes
auf den Ruinen kultureller Vielfalt und Buntheit, die desaströse Kulturpolitik
wissentlich zerstört hat.

Aufsichtsräte bleiben fest in schwarzer Hand

Gestern wurden per Nachtrag zur Tagesordnung im Stadtsenat zwei Aufsichtsratssitze in der IKB-AG nachbesetzt. Nicht verwunderlich dabei, dass Vizebm. Gruber dem ehemal. Vizebm. Sprenger nachfolgt.
Viel interessanter jedoch die Tatsache, dass Frau Dr. Anna Hosp anstelle von BMin Mag. Oppitz-Plörer in den Aufsichtsrat der IKB-AG einziehen wird. Damit dürfte Frau Hosp als Vorstandsvorsitzende, als welche sie ja an der Gerüchtebörse gehandelt wurde, aus dem Rennen sein.
IhreBestellung kann aber auch bedeuten, dass die ÖVP so die ehemalige starke Frau der ÖVP als Macherin im Interesse der ÖVP einem/r künftigen Vorstandsvorsitzenden gegenüber installieren möchte. So behält die ehemals rechte Hand des ehemaligen LH van Staa Überblick und Kontrolle, ohne dass sich die ÖVP dem Vorwurf einer parteipolitischen Stellenbesetzung (Vorstandsvorsitz) aussetzen müsste.

Von Entparteipolitisierung der Aufsichtsräte, was die ehemalige Bürgermeisterin Zach ja stets angekündigt hatte, kann da aber wohl nicht mehr die Rede sein.

Meint uschi
 
Uschi Schwarzl - innsbruck.gruene.at