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Montag, 19. Juli 2010

Bürgermeisterin will Maria Theresienstraße dicht machen. Für uns ist klar: Maria Theresienstraße darf nicht zur touristischen Kulisse werden


Schnell noch vor der gemeinderätlichen Sommerpause will die neue Bürgermeisterin Veranstaltungsrichtlinien für das „pulsierende Zentrum, die Visitenkarte der Stadt“ – wie sie die neu gestaltete nördliche Maria Theresienstraße nennt, durch den Stadtsenat winken.

„Das wird nur gegen heftige Gewitter der Grünen möglich sein. Denn was da unter „standortadäquaten“ und damit genehmigungsfähigen Veranstaltungen und solchen, die künftig im zentralen öffentlichen Raum unmöglich sein sollen, aufgezählt wird, macht die Maria Theresienstraße schlichtweg dicht für die BürgerInnen. Dicht für alle, die dem Geschmack von Bürgermeisterin, Tourismusverband und Teilen der Innenstadtwirtschaft nicht gefallen. „Dicht für die Demokratie, dicht für bunte Vielfalt, dicht für Urbanität im wahrsten Sinn des Wortes. Dafür aber weit offen für ÖVP-Klientel und TouristInnen. Die Maria Theresienstraße soll offenbar einfach zur gelb-schwarzen Exklusivmeile und zur touristischen Staffage werden.

Grundsätzlich möglich sind künftig nach bürgermeisterlichem Geschmack:

· Ausgewählte (temporäre) Gelegenheitsmärkte (wie Christkindlmarkt)
· Vereinzelte insb. vom TVB organisierte Promenadenkonzerte
· Kleinkonzerte (u.a Pianoabende, Jazz ohne Verstärker) im Rahmen der Gastgartensaison
· Traditionsveranstaltungen, wie Fasching, Stadtfest, Festumzüge
· Vereinzelte und bereits bewährte Sportveranstaltungen die insb. von der IMG organisiert werden – Silvesterlauf, Stadtlauf
· Ausgewählte Veranstaltungen von angesiedelten Unternehmen – Geschäftseröffnungen, Firmenjubiläen, Modeschauen
· Sonderveranstaltungen sind jeweils vom Stadtsenat zu genehmigen.

Weihnachtliche Kunstglitzerbäume ja, richtige Märke nein und was an ins Stadtzentrum verpflanzte Dorfzeltfeste, Schützenaufmärsche und Faschingsumzüge urban und standortadäquat sein soll, bleibt Frau Bürgermeisterin schuldig. Offenbar will sie doch lieber Dorfkaiserin als Stadtoberhaupt sein, oder man macht einfach die eigene Klientel standortadäquat, um sie nicht vom unadäquaten Standort auszuschließen.

Dass im Gegenzug neben kommerziellen Werbe- und Verkaufständen bzw. Veranstaltungen, regelmäßigen Großmärkten und sonstigen Sportveranstaltungen auch Parteiveranstaltungen, Informationsveranstaltungen (wie Infostände von NGO´s, NPO´s und Religionsgemeinschaften) sowie karitative Stände und Staffelmalerei nicht genehmigungsfähig sein sollen, schlägt dem Fass den Boden aus. Da kann man wohl nur auf die verfassungsrechtliche Vernunft der Stadtsenatsmehrheit hoffen.

Denn das, was da im Raum steht, bzw. bald nicht mehr im Theresienanischen Straßenraum stehen soll, hat mit demokratisch verbrieften Rechten auf Nutzung des öffentlichen Raumes nichts mehr zu tun.
Dass für die genehmigten Veranstaltungen angesichts des erstklassigen Standortes nur hochwertiges Mobiliar usw. verwendet werden darf und alles farblich und typologisch aufeinander abzustimmen sein muss, ist da angesichts offenbar regierender provinzieller Schöner Wohnen - Katalogästhetik auch nicht mehr verwunderlich.

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Uschi Schwarzl - innsbruck.gruene.at