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Freitag, 12. Februar 2010

Bruneckerstraße 1 – vom Rundumgeschäft mit schalem Beigeschmack zu Finanzdesaster?

Sollte es beim aktuellen Gerücht, wonach die Stadt das Gebäude Bruneckerstraße 1, das sie vor 2 jahren verkauft hat, zurückkaufen will/soll, darum gehen, dass irgendjemand aus der Stadtführung auf diesem Wege die Regionalbahn madig machen möchte oder dass die Pema angesichts der Undurchsetzbarkeit ihres Turmprojektes plötzlich das Bauinteresse verloren hat, so kann die Sache gleich wieder adakta gelegt werden.

Wenn die Stadt aber wirklich sündteuer Liegenschaften im Bereich Bruneckerstraße zurückkaufen muss, um den Bau der Regionalbahn zu gewährleisten, dann kann mit Fug und recht von Schildbürgerstreich gesprochen werden, der die SteuerzahlerInnen teuer zu stehen kommen kann. Hätte die Stadtführung damals an der Jahreswende 2006/07 auf uns Grüne gehört, dann bräuchte sie jetzt über diesen Rückkauf erst gar nicht nachdenken.

Das Objekt Bruneckerstr. 1 befand sich damals nämlich im Besitz der Stadt. Daran anschließend befand sich in der Bruneckerstr. 3 das ehemalige Postverteilzentrum – von der ÖBB seit längerem zum Verkauf ausgeschrieben.

Basierend auf einem Schreiben der IVB, dass umgehend Kontakt mit der ÖBB aufgenommen werden solle, um Flächen für die Regionalbahn in der Bruneckerstraße zu sichern, haben wir Grüne bei der IIG das Kaufinteresse ausgelotet. Dieses wurde seitens der IIG verneint.

Daraufhin haben wir am 19.10.06 im Gemeinderat die Aufnahme von Verhandlungen mit der ÖBB betr. Ankauf Bruneckerstraße 3 beantragt. Von einer breiten Gemeinderatsmehrheit abgelehnt. Ein Fehler, wie sich jetzt zeigt. Grünes Ziel, das sich jetzt als goldrichtig im wahrsten Sinne des Wortes erweist, war es immer, beide Objekte im Besitz der Stadt zu haben, um im Zusammenhang mit der Regionalbahn und im öffentlichen Interesse eine gesamthafte Planung zu ermöglichen.

Die Stadtführung sah dies anders, ging es doch um ein Gegengeschäft. Der Erlös des Verkaufes von Bruneckerstraße 1 an die Firma Immo Concepta diente zur Teilfinanzierung des Ankaufes von Teilen des Bürgergartens für das Sozialamt von eben dieser Immo Concepta. „Betreut“ wurde dieses Rundumgeschäft vom damaligen Exvizebm. und Projektbeauftragten Zachs, Dr. Bielowski. Mitgeboten hat damals übrigens auch schon der jetzige Eigentümer von Bruneckerstraße 1, die Fa. Pema, deren besseres Angebot damals vom Projektbeauftragten Dr. Bielowski „aus offensichtlichem Versehen“ nicht an die IIG weitergeleitet worden war.

Jedenfalls blieb vom damaligen Geschäft, das wir Grüne abgelehnt haben, ein schaler Beigeschmack zurück, wie es ein Journalist damals trefflich formulierte. Angesichts der aktuellen Rückkaufabsicht kann eigentlich kaum mehr von schalem Beigeschmack gesprochen werden. Eigentlich brennt der Hut, und zwar lichterloh. Ein Rundumgeschäft zum angeblichen Vorteil der SteuerzahlerInnen aus dem Jahr 2007 könnte sich nun als finanzielles Desaster entpuppen .

Wir Grüne fordern daher Karten aller Beteiligten auf den Tisch und Vorlage aller bisherigen Verträge zur Sicherung der Regionalbahntrasse sowie der aktuellen Regionalbahnplanungen in diesem Bereich.

Uschi

Kommentare:

archi hat gesagt…

Interessant wäre es, den genauen damaligen Kaufpreis zu erfahren. Es war ja bereits damals bekannt, dass am Nordende des Eckhauses ain STre3ifen in der Tiefe von ca. 20m abgetreten werden muss, um für die Gleisanlagen der Regionalbahn und die leider sehr autofreundliche Drumherumplanung Platz zu bieten. Ich persönlich würde als Käufer bei einem solchen Damoklesschwert verlangen, dass ich das Grundstück billiger bekomme, da ich in Bälde wieder etwas abtreten muss.
Also bitte prüfen, ob nicht der Käufer das Gst. damals in "Aktion" bekam und es nun der Stadt zum "Liebhaberpreis" überlässt.

archi hat gesagt…

Ach ja - und dass man jetzt nicht beginnt, die kolportierten 3 Mio Euro von anderen Straßenbahnprojekten wegzuzwacken. Die Grassmayrkreuzung kann bis zum jüngsten Tag warten. Wird in unserer Stadt wirklich nur mehr investiert, wenn die Projekte nachweislich keinen Sinn haben?!

Uschi Schwarzl hat gesagt…

danke archi

ja ich kenne alle preise und wenn es denn wirklich so weit käme, würde ich sie auch alle nennen.

und klar, der regionalbahn darf das nicht zugeschlagen werden.

lg uschi

austria is too small for good doping hat gesagt…

wir vom verein der freunde der innsbrucker van staa truppe halten diese freundliche vorgehensweise für üblich, weil so billig zu öffentlichem geld kommen wir auf anderem weg nicht.

Anonym hat gesagt…

da sieht mans wieder - jeder kocht nur mit wasser. eigentlich ungeheuerlich, dass die obersten dieser wirtschaftlichen clown-truppe der wirtschaftsbund stellt.

 
Uschi Schwarzl - innsbruck.gruene.at