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Dienstag, 8. Dezember 2009

Drohendes Bierstindl-Aus: Landesregierung zerstört Lebenswerk von Fritz Astl

Sechs KulturlandesrätInnen sind ins Land gezogen seit der Verein Kulturgasthaus Bierstindl 1991 im Auftrag des Landes das Bierstindl gekauft und umgebaut bzw. teilsaniert hat. Ein einziger von diesen 6 KulturlandesrätInnen, nämlich der verstorbene LR Fritz Astl, hat es geschafft, den im Verein Kulturgasthaus Bierstindl aktiven Kulturinitiativen und –schaffenden mit dem Erwerb des Hauses eine Perspektive zu eröffnen.
Heute 5 KulturlandesrätInnen später steht das Lebenswerk von Fritz Astl vor dem Aus. Mutwillig, unfähig, unengagiert, visionslos.
Seit Jahren ist bekannt, dass das Haus im derzeitigen Bestand eine Bauruine, ein Fass ohne Boden, ein Schuldenmacher ohne Verschulden des Vereines ist, seit Jahren wird verhandelt statt gehandelt, seit Jahren geht auf den letzten 10 m der/die jeweils zuständige KulturpolitikerIn verloren, seit Jahren wird somit vertröstet und hingehalten.

Nun im Herbst dieses Jahres zeichnete sich mit der Zusage des Landes, Geld für Sanierung und Neubau in die Hand zu nehmen und via Landesbank Hypo eine Umschuldung vorzunehmen, Licht am Ende des schwarzen Kulturpolitiktunnels ab.
Falsche Hoffnungen, wie sich jetzt zeigt. Das Biersindl scheint zum Opfer von Hypokrise und kulturpolitischer Landeskrise zu werden.

Beschämend für ein Land, das in Sonntagsreden immer so stolz ist auf seine Mischung aus Traditions - und zeitgenössischer Kunst und Kultur. Mit dem Bierstindl lässt die Landesregierung jetzt just jene Kultureinrichtung sterben, in der ihr aktuelles Motto „Geschichte trifft Zukunft“ quasi unter einem Dach seit Jahren praktiziert wird.

Die Innsbrucker Grünen werden diesem Treiben nicht tatenlos zusehen, auch wenn das Bierstindl stets vor allem ein Landesprojekt war. Schließlich ist das Bierstindl eine Kultureinrichtung in Innsbruck, nicht wegzudenken aus Innsbruck.

Wir werden daher die kommenden Tage bis zur Gemeinderatssitzung am Donnerstag nutzen, um zu versuchen, die Stadt ins Bierstindl-Rettungsboot zu holen und so Druck auf das Land auszuüben, sich seiner kulturpolitischen Verantwortung nicht zu entziehen.

Uschi

Kommentare:

beobachter hat gesagt…

Gibt es eigentlich irgendeinen Linken Verein, der sich ohne Dauersubventionen am Leben erhalten kann?

info hat gesagt…

was ist ein linker verein?

ist das bergiselmuseum ein linker verein?
ist das landestheater ein linker verein?

können sich beide selbst erhalten?

eben.

Anonym hat gesagt…

OMG!
Ich schlage vor, dass ALLE lokalen Politiker für das Bierstindl zusammenlegen sollten. Oder verdient ihr zu wenig???

Ich z.B.: sehe nicht ein wieso schon wieder Steuergeld in einen "Verein" oder wie man es nennen will stecken sollte!
Sperrt das Treibhaus, das P.M.K, das Z6, zu dann ist wieder Geld für das Bierstindl da!!!!!

Anonym hat gesagt…

ich finde es schade, dass immer über die politische motivierung von vereinen diskutiert wird und sie deshalb nicht förderungswürdig sind. ich gehe zu veranstaltungen, weil mich das künstlerische angebot interesseiert, das publikum nicht aggressiv und die preise leistbar sind. auch wenn die förderung von vereinen geld kostet, wird meist übersehen wieviel engagement und ehrenamtliche arbeit in solchen projekten und vereinen steckt. und wenn es den kulturschaffenden nach jahrzehnten mühevoller subventionsbettlerei dann reicht und sie das handtuch werfen, dann ist es auch niemandem recht. und über die relation der benötigten gelder zum kulturellen mehrwert brauchen wir gar nicht sprechen.

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