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Sonntag, 29. November 2009

Unnötiger Kahlschlag erzürnt zurecht











Unsere Damen und Herren der Innsbrucker Stadtführung brauchen sich nicht wundern, wenn die BürgerInnen hin und wieder zornig werden und sich aus allen Ecken und Enden der Stadt bei uns Grünen melden.




So auch am letzen Freitag aus der Reichenau. Erzürnter Anruf bei mir im Büro. Am ehemaligen Campagnereiter-Areal in der Reichenau - der Reitverein ist mittlerweile nach Igls übersiedelt, das freie Areal soll irgendwann zu einem neuen Stadtteil im Stadtteil werden - sei das Forstamt gerade dabei, alle Bäume umzuschneiden. "Wir wissen, dass da irgendwann einmal Wohnungen gebaut werden, und das ist ok so, aber deshalb müssen sie uns nicht schon jetzt unsere grüne Lunge wegnehmen," so der erzürnte Anrufer.








Recht hat er.




Ein Nachfrageanruf meinerseits beim zuständigen Vize Sprenger endet in dessen lapidarer Aussage - "ich hab jetzt keine Zeit, nicht überall, wo geschlägert wird, sind es wir, rufens doch den Klingler oder Steiger (Garten/Forstamt) an", so seine extrem kompetente Antwort.








Letzterer (DI Steiger) teilt mir mit: Ja, das städtische Vertragsamt hat den Abriss der bestehenden Stallungen vergeben und im Auftrag des Vertragsamtes entferne das Forstamt die Bäume. Seien eh fast alle faule Pappeln gewesen (eh klar - warum hat man dann diese Gefahr nicht schon früher beseitigt???)








Samstag früh mache ich mich auf den Weg vor Ort. Da steht bis auf eine Trauerweide und einen weiteren Baum nix mehr. Tabula rasa sozusagen - und das in einem Areal, wo noch nicht einmal ein städtebaulicher Wettberwerb ausgeschrieben ist. Dort wird es also noch Jahre dauern, bis gebaut wird. Warum man das Grün dort jetzt radikal entfernt hat, anstatt zu warten, bis das Wettbewerbsergebnis samt neuer Grünplanung vorliegt, ist mir ein Rätsel.








Sensibilität und Intelligenz waren jedenfalls nicht federführend am Werk bei dieser Aktion. Denn wenn man in einem Stadtteil einen neuen kleinen Stadtteil plant, wird man die wohlwollende Kooperation der jetzigen BewohnerInnen in diesem Bereich brauchen. Ob man mit solchen Motorsägenaktionen Sympathie für eine künftige gemeinsame Planung weckt, mögen die LeserInnen selbst beantworten.








Uschi








Die Fotos zeigen das Ergebnis städtischen Wütens

Samstag, 28. November 2009

Fünfte Seelenfutter - Auflage




Gestern Abend gab es die 5. Auflage von "Seelenfutter und Kulissenschiebereien". Seit rund einem Jahr bieten wir Interessierten die Möglichkeit - meist an einem Freitag frühen Abend - mit uns gemeinsam hinter die Kulissen bekannter und weniger bekannter Kultureinrichtungen in der Stadt zu schauen und kurz vor dem Wochenende die Seele fein zu füttern.


Gestern besuchten wir das Archiv des Österreichischen Alpenvereins in seinem neuen Gebäude gegenüber der Olympia Eishalle. Der AV hat mit Martin Achrainer seit 3 Jahren einen Zeithistoriker angestellt, der nicht nur in der letzten Zeit nach der Übersiedelung die Archivierung vorgenommen hat, sondern der ganz aktuell die Geschichte des AV in der Zwischenkriegszeit erforscht. Diese historische Epoche des AV war lange Zeit tabu, hat sich der AV damals doch politisch stark exponiert. Zum 150-Jahr-Jubiläum des AV 2012 soll die Publikation fertig sein.




Martin Achrainer gab uns eine kurze Einführung in die Geschichte des AV seit seiner Gründung1862, klärte uns über die grundlegenden Strukturen auf und gestattete uns einen Rundgang die umfangreiche Sammlung an Kunstwerken und historisch bedeutsamen Gegenständen aus dem Fundus des AV.




Für mich besonders interessant weil bisher unbekannt, die große Sammlung von "Laternbildern", Dias im Postkartenformat, aus der Jahrhundertwende um 1900, samt Vorführapparat, der in damaligen Zeiten dank seiner hohen Temperatur samt Wasserkühlung Dia - Swows zu einem wahren Event gemacht hat.




Wer Interesse at, künftig zu unseren Kulissenschiebereien eingeladen zu werden, möge sich bitte bei mir melden.




Uschi




Auf den beiden Fotos der Laternbildvorführapparat und ein Stereo-Autograph, mit dem noch bis in die 80er Jahre des 20. Jh. die AV-Karten gezeichnet wurden.




Montag, 23. November 2009

Grüner Blick in die Zukunft abseits des politischen Alltags

ich hatte am Sonntag das Vergnügen, am grünen Zukunftskongress in Wien teilzunehmen. Nach wochenlanger intensiver Web-Diskussion über 30 teils provokante grüne Zukunftsthesen, wurde gestern im Colosseum XXII in Wien Favoriten mit rund 400 Personen an einigen dieser Thesen weitergearbeitet.

Etliche Menschen abseits des Grünfunktionärswesens und neue Metoden haben eine gute Möglichkeit aufgezeigt, den "konstruierten Gegensatz zwischen `politischer Kaste´und `desinteressierter Bevölkerung" (Eva Glawischnig) aufzulösen.

Ein wichtiger, wie ich meine durchaus gelungener erster in eine etwas andere Zuklunft politischer Arbeit, an einem nicht weniger zukunftsweisenden Ort. Das Colosseum XXII ist ein riesiges Areal mit Industrieruinen - teils besser teils schlechter erhalten. Eine ehemalige Chemiefabrik, dank dem Einsatz der Floridsdorfer Grünen jetzt am ganz offensichtlich sukzessiven Ausbauweg Richtung Veranstaltunszentrum.

Als Hauptthema am Zukunftskongress hat sich recht schnell die Bildung, als Schlüssel zur Annahme der großen Herausforderungen der Zukunft, herauskristallisiert. Der unabdingbare Umbau unseres starren, selektierenden, nicht zukunftsfähgen Bildungssystems. Nicht nur um die Chancen individuell gerechter zu verteilen sondern auch um unsere Gesellschaft zu befähigen, die großen sozialen und ökologischen Herausforderungen, vor denen wir stehen, gemeinsam annehmen und gemeinsam die richtigen Entscheidungen treffen zu können.

Ich freue mich auf die Fortsetzung dieses neuen grünen Weges.

Uschi

Bitte unterschreibenhttp://www.wir-schaffen-freiraum.at

Bitte unterschreibt die Petition auf : www.wir-schaffen-freiraum.at und schickt dieses Mail an viele weiter.
FreiRaum ist ein Bildungs- Beratungs- und Sensibilisierungsprojekt, in
dem Menschen mit Lernschwierigkeiten SELBST beraten, moderieren und
aufklären.
FreiRaum gibt es seit 2001 und ist das EINZIGE TRÄGERÜBERGREIFENDE
BILDUNGSANGEBOT für alle Menschen mit Behinderungen in Tirol.
FreiRaum arbeit derzeit in den Bezirken Innsbruck, Innsbruck-Land und
Schwaz, bekommt aber Anfragen von Lienz bis Reutte. Und könnte 3x so
viele Kurse abhalten, wie dzt. möglich
Nun aber "passt" FreiRaum sowieso nicht mehr in die Förderrichtlinien
des Bundes, weil es nach deren Definition nicht genug
ARBEITSMARKTRELEVANT ist. Und das Land Tirol erklärt, dass die Förderung
"in Zeiten wie diesen" nicht übernommen werden kann.
Die Plattform "Stopt die Schließung von FreiRaum" bittet Sie folgende
Forderungen zu unterstützen
1. Rücknahme der Förderabsage für FreiRaum
2. Ausbau von Beratung, Bildung und Sensibilisierung für alle Menschen
mit Lernbehinderung in Tirol / Österreich
3. Ernstnehmen der Ratifizierung der UN-Konvention "Übereinkommen über
die Rechte von Menschen mit Behinderungen" durch Österreich im Jahr 2008
und Setzung von entsprechenden Maßnahmen durch Bund-Land-Gemeinden

danke für eure Aufmerksamkeit und Unterschrift

Uschi

Samstag, 21. November 2009

Kitsch schlägt das Grün in der Stadt

Seit Jahren findet in Innsbruck Innenstadtentwicklung nahezu ohne jegliche Grünraumgestaltung statt. Ob Landestheatervorplatz neu, ob Franziskanerplatz, Sparkassenplatz und neuer Landhausplatz oder ob neue FußgängerInnenzone in der Maria Theresienstraße. All diese Plätze mögen für sich alleine argumentierbar sein, aber gesamthaft gesehen scheint Grün in Stadtführung und PlanerInnenschaft zum gestalterischen Tabu mutiert zu sein. Wer mehr Grün auch in der Innenstadt wünscht, wird fast schon als provinzielle/r Gestaltungslaie/in disqualifiziert. Urbanität scheint - meiner Meinung nach irrtümlich - mit Beton gleichgesetzt zu werden.

Und dann werden just zur Weihnachtszeit stilisierte weiß lackierte grell leuchtende Bäume in die sonst baumlose neue Prachtstraße gesetzt. Weiß strahlender Kitsch, an Geschmacklosigkeit kaum mehr zu überbieten.

Die Rückkehr des Provinizialismus, die Pervertierung einer modernen urbanen Grüngestaltung in der Stadt? Oder doch durch Kitsch pointiert herausgearbeitetes Eingeständnis, dass in der Innenstadtgestaltung der letzten Jahre einiges schief gelaufen ist????

Ich freue mich jedenfalls schon auf den Gemeinderat im Dezember. Da wird ein Antrag von mir Anlass für eine grundsätzliche Debatte über Urbanität und Grüngestaltung sein. Beide sind nämlich für mich kein Widerspruch sondern im Gegenteil.

Uschi

Mittwoch, 18. November 2009

Ein feiner Abend - auch kulinarisch


Jeden Mittwoch und Freitag von 19 - 22 Uhr gibt es im Integrationshaus der Caritas den Dinner-Club im Caritas-Integrationshaus.


Nach dem Motto Kultur und Küche International bzw. "Beim Essen kommen die Leute z`samm" gibt das die Möglichkeit, Menschen verschiedenster Kulturen, Religionen und Gesellschaftsschichten zu begegnen, mit ihnen gemeinsam zu essen und zu plaudern oder diskutieren, aber auch nur dazusitzen und zu schauen. Ängste und Vorurteile können abgebaut werden.Das Essen bereitet jedes Mal jemand anders vor.


Seit - ich glaube - drei Jahren bestreitet der Gemeinderatsklub der Innbrucker Grünen einmal im Jahr einen solchen multikulturellen kulinarischen Abend.


Gestern Abend war es wieder einmal so weit. HauptköchInnen wir immer Ulli, Renate und gerhard. Ich beschränke mich in konseqwuenter realistischier Selbsteinschätzung auf nicht minder wichtige Hilfsdienste wie Zwiebelschneiden, Kartoffelschälen, vergssenes Brot noch schnell Einkaufen, im Garten Laub Sammeln, um die Tische zu dekorieren.


Wie jedes Jahr füllt sich gegen 19.00 der Speisesaal. BewohnerInnen des Hauses sind da ebenso vertreten, wie Wirtshaus- und Intergationshaus- Gäste aus ganz Innsbruck, die das Essen, das Beisammensein und die meist am späteren Abend stattfindenden Programmpunkte genießen wollen.

Wie immer ein kommunikativer Abend, auch für uns untereinander, denn nicht nur beim Essen, auch beim Kochen kommen die Leut zusammen.


Das Foto oben zeigt unser heuriges typisch international-triolisches Speisenangebot.


Uschi

Dienstag, 17. November 2009

Ich finde, das sollte gelesen werden

Ich finde, das sollte gelesen werden:

"Joseph Schumpeter wäre ins besetzte Audimax gegangen
GASTKOMMENTAR VON VERENA RINGLER (Die Presse)

Warum die Studentenproteste positiv sind: sieben Gründe.
Kurz bevor mehrere hundert Studenten das Wiener Audimax besetzten, beendete ich mit Kabinettsmitgliedern aus Ankara, mit dem deutschen Minister Wolfgang Schäuble und mit dem Nachwuchs bei Siemens und RWE ein Global-Governance-Seminar in Hamburg. Zwischen Washington D.C. und Pri?tina, zwischen Ministerstuben und ungeheizten Volksschulen an den Rändern Europas; ob für Magazine, Thinktanks oder die EU: mein Leben spielt sich an vielen Orten ab.
Dieser globale Blick lässt die Audimax-Besetzung positiv erscheinen:

Erstens, auf dem globalen Parkett – ob im Nobelpreiskomittee oder den TED Talks – gibt man Initiativen prinzipiell eine Chance. Allein dass 20-jährige Studenten eine Kampagne für bessere Bildung starten, allein dass sie dies samt spontaner Allroundstruktur mit Pressedienst, Livestream, Ausschuss- und Plenardebatten zur Bildungspolitik, zum Klimawandel und zur politischen Ökonomie tun, würde in solchen Foren mit Applaus beantwortet und mit Young Leadership Awards belohnt. Otto Molden und Simon Moser jedenfalls gefiele der akademische Austausch im besetzten Hörsaal. Sie initiierten 1946 jene Internationalen Hochschulwochen, die später als Forum Alpbach zum österreichischen Exportschlager wurden.

Zweitens, die Studenten administrieren das Audimax im Rotationsprinzip. Als Personen bleiben sie anonym und im Hintergrund. Sie konzentrieren sich auf visionäre Ziele in kleinen Schritten. Sie praktizieren Europäische Integration par excellence. Jean Monnet und Robert Schuman, zwei Gründungsväter der EU, hätten der Audimax-Bewegung für Bildung jene geduldige Prozesshaftigkeit angeraten, die sie seit drei Wochen praktiziert.

Ausdruck der Europareife

Drittens, Führungskräfte im 21.Jahrhundert denken international und interdisziplinär. Im Kommen sind multiple Identitäten und multipolare Biografien. In diesem Sinn ist die Audimax-Bewegung ein Ausdruck von Österreichs Europareife. Der Slogan der EU-Kampagne 1994 – „Wir sind Europa“ – hat gefruchtet. Denn im Audimax debattieren die Studenten höflich, nicht hämisch. Sie sind inhaltlich offen, rhetorisch gewandt, technisch versiert und kulturell intelligent. So haben es sich Brigitte Ederer, Alois Mock und Andreas Khol gewünscht, als sie Österreichs Weg in die EU ebneten.

Viertens, in der Weltpolitik verhandelt man Prioritäten der Zukunft, nicht der Vergangenheit. Die EU hat vor einem Jahr einen Weisenrat zum Thema Zukunftsplan bestellt; Österreichs Regierung und Wähler haben mit der Audimax-Bewegung einen solchen Rat frei Haus bekommen. Diese Bewegung möchte über das Jahr 2030 reden. Das beginnt mit den Rahmenbedingungen hier und heute. Solch mündige Sprösslinge wünschen sich Eliten weltweit.

Fünftens, die Aufgaben des 21.Jahrhunderts erfordern viele Partner, die man oft erst auf den zweiten Blick erkennt. Das betrifft die G20 und die UNO; Staaten, Firmen und NGOs. So könnten Österreichs „Opinionleader“ ihr strategisches Interesse am Audimax entdecken. Vorstandsvorsitzende und Kulturschaffende wissen, dass Österreich nur dank bestmöglicher Bildung längerfristig das viertreichste Land der EU sein kann. Weiters vermuten Opinionleader, dass Bildung mit Freiheit und Entfaltung zu tun habe. Vielleicht sprechen sie das auf dem Podium im Audimax an?

Sechstens, internationale Berater wie Gallup-Chef Jim Clifton setzen auf den „Brain Gain“, eine positive Importbilanz von Humankapital. Städte sollten Magneten für intelligente, innovative Menschen sein. Wien könnte solch ein Magnet sein, so der erwartbare Tenor von 25Granden der internationalen Managementlehre, die sich diese Woche in der Stadt treffen werden. Von Leadership-Dorados wie St.Gallen oder Insead kommend, werden sie am Global Peter F. Drucker Forum mehr als einmal dem Brain Gain huldigen.

Zynismus nicht gefragt

Siebtens, das Labor der Zukunft verträgt keinen Zynismus. Die Freude des freien Fragens, Lernens und Führens haben drei Söhne Österreichs vorgelebt: Joseph Schumpeter, Karl Popper und Peter F. Drucker. Wenn Österreichs Führungskräfte diese Woche in Wien als Gastgeber der besagten 25Managementgurus beim Drucker-Forum posieren, sollte ihnen klar sein: Wären Schumpeter, Popper und Drucker auch auf der Gästeliste, sie würden in der Mittagspause ins besetzte Audimax abzweigen.
Mag. Verena Ringler, M.A., hat u.a. an der Johns Hopkins University in Bologna und Washington studiert und ist international tätig."

Donnerstag, 12. November 2009

Diese Umweltpolitik ist ein Skandal

Heute wurde öffentlich, was wir Grüne schon immer befürchtet haben. Österreich ist das einzige Land der alten EU-15, das seine selbst gesteckten Kyoto-Ziele nicht nur nicht erreicht, sondern weit verfehlt.

Und da brauch ich gar nicht mit dem Finger auf die Herren Faymann, Pröll und Berlakovic zeigen, nein, es reicht das Kehren im eigenen Stall.

Da plant unsere städtische Regierungskoalition - federführend getrieben von unseren roten Betoniereren Marke 60er Jahre namens Marie Luise Pokorny-Reitter und neuem garantiert ideologiefreiem Walter Peer doch wirklich allen Ernstes, den Südring zu untertunneln und über die Südbahnstraße den Individualverkehr ins Stadtzentrum zu locken, damit die über 6.000 (sic) Tiefgaragenplätze genutzt und die Geldsäcke der privaten Garagenbertreiber gefüllt werden. Dafür sollen 38 Mio. Euro verbuddelt werden mit dem Ergebnis, dass der Öffi, allen voran die künftige Regionalbahn im Stau stehen wird.

Das nenne ich Politik mit Visionen von vorgestern und mit fehlendem finanzpolitischem Sachverstand. Wer für die Regionalbahn 360 Mio. investiert, - und das ist intelligent -, diese aber dann mit Straßenbaumonsteren zum Stilstand zwingt, der setzt diese Gelder einfach in den Sand.

Und ist gleichzeitig wichtige Stütze der Kyoto-Ziel-Verfehlpolitik Österreichs. Wenn die Damen und Herren die CO2-Zertifikate aus der eigenen Tasche bezahlen müssten, dann wär der Spuk gegen die Lebensqualität wohl schnell vorbei.

Meint Uschi

Mittwoch, 11. November 2009

Die Tiefgarage als teures Auslaufmodell


Heute und morgen findet im Landhaus ein Wohnbausymposium mit spannenden Vorträgen von ArchitektInnen und BauherrInnen usw. statt. Ich konnte heute Nachmittag dabei sei. Dabei hat sich ein zentraler Kritikpunkt wie ein roter Faden durch Referate und Debatten gezogen. Die Stellplatzverordnung in der Tiroler Bauordnung (Pflicht zur Schaffung von Autoabstellplätzen bei der Wohnraumschaffung), die dann in den Gemeinden mit konkreten Verhältniszahlen (x Stellplätze pro y Wohnungen) umgesetzt wird, ist mittlerweile zu einer unwirtschaftlichen, unsozialen und unökologischen Falle geworden. 256 Tiefgaragenplätze für 115 Wohnungen in einem Oberländer Ort, und das zweigeschoßig machen nicht nur das Wohnen sündteuer, die Förderung dieser Stellplätze durch die Wohnbauförderung ist obendrein Verbraten von Steuergeld, das besser in Nachhatigkeit investiert werden sollte.


In Innsbruck haben wir ein gängiges Verhältnis von 1,3 Stellplätzen pro Wohnung. Wenig im Vergleich zu mancher Landgemeinde, aber meiner Meinung nach immer noch viel zu viel für eine Stadt, die bestens mit Öffis ausgestattet ist. Derzeit kämpfen wir beispielsweise gemeinsam mit den AnrainerInnen darum, dass nicht ein wunderschöner Innenhof im Blocksaggen nach dem anderen dieser Stellplatzverordnung zum Opfer fällt.

Denn die Bauträger wollen durch Aufstockung der Blockrandanlagen und mittels Tiefgaragenbau - noch dazu größer dimensioniert als nötig - ihre Einnahmen steigern.

Opfer sind die Innenhöfe, meist grüne Oasen und Lungen und die Lebensqualität der Menschen.


Für mich gilt jedenfalls: Lieber Lebens-Spiel- und Grünraum als Tiefgaragen ohne Zahl.


Vielleicht gelingt es uns im Verbund mit Bauträgern und ArchitektInnen endlich die Weichen Richtung Nachhaltigkeit und weg von einer Stellplatzverpflichtung, die der sich änderden Mobilität gar nicht mehr gerecht wird, zu stellen.


Uschi

Freitag, 6. November 2009

Liebe Studierende in der Sowi-Aula,

ich heiße Uschi Schwarzl, bin Absolventin der Innsbrucker Geiwi (vor vielen vielen Jahren) und jetzt Gemeinderätin und Stadträtin der Grünen in Innsbruck. Ich beobachte Eure so gut organisierten Aktivitäten von Anfang an und hab mir in der Aula schon mehrmals eure Plakate angesehen.Dabei ist mir auch ein Plakat aufgefallen, auf dem Forderungen an die Stadt Innsbruck zumindest angedeutet waren - z.B. mehr Radabstellplätze auf der Hauptuni.
Ich will mich überhaupt nicht in eure Aktivitäten einmischen, zumal ich als Kommunalpolitikerin gegenüber dem Bund ja auch stets nur fordern aber nicht selber handeln kann, und auch gar nicht so tun möchte, als ob ich das könnte, aber allfällige Wünsche von Studierenden an die Stadt - ihre Unistadt - würden mich sehr interessieren.
Ich habe nämlich die Erfahrung gemacht, dass wir KommunalpolitikerInnen diese immer nur gefiltert über die ÖH oder offizielle universitäre Veranstaltungen übermittelt bekommen. Der direkte Draht zu euch in dieser spezifischen Frage würde mich daher sehr interessieren.
Solltet ihr entsprechende Forderungen haben, bitte mailen (uschi.schwarzl@magibk.at) oder sollte eine Debatte darüber in einer Arbeitsgruppe erwünscht sein - gerne. Auch wenn ich das als Oppositionsvertreterin dann nicht direkt umsetzen kann, so kann ich doch zumindest als Transportperson zur Verfügung stehen. Wenn es gewünscht wird.

lg Uschi Schwarzl

So bitte nicht







Ob in Kranebitten westlich des Spielplatzes oder besonders gut für viele wahrnehmbar in Maria Hilf, das Forstamt der Stadt hat in der letzten Woche ganze Arbeit geleistet - sprich gerodet. Klar, für den Hochwasserschutz muss man den Ufermauerbewuchs, der so über die Jahre aufgeht, hin und wieder entfernen und klar, neben einem Spielplatz und direkt oberhalb neuer Wohnmobilabstellplätze muss man kernfaule Fichten fällen.
Aber warum nicht ein bisserl sensibler, wo doch auch die Mesnchen in der Stadt Gott sei Dank in den letzten Jahren viel sensibler für unser Grün geworden sind? Warum müssen im Westen gleich ganz 2.000 qm einfach gerodet werden? Warum müssen in Maria Hilf gleich auch große gesunde Bäume dran glauben? Wir sind doch in der Stadt und nicht im Wirtschaftswald - oder?
Und warum werden die Menschen, die AnrainerInnen nicht vorher informiert und aufgeklärt? Warum bespricht man notwendige Maßnahmen nicht mit ihnen und macht mit ihnen einen sensiblen Maßnahmenplan?
Warum? Ja, eben weil ein zuständiger Vizebm. Sprenger, selbst ausgebildeter Forstingenieur meint, bei Bäumen das Alleinwissen gepachtet zu haben und dass die BürgerInnen und auch die Grünen eh lauter Banausen sind.

Ich glaube, dass Stadtführung und Verwaltung mit einer solchen Vorgangseise nicht nur manches wertvolle Grün auf Jahre zerstören, sondern sich auch ins eigene Fleisch schneiden. Denn angesichts der großen gesellschaftspolitischen und ökologischen Herausforderungen, vor denen wir stehen, ist Überheblichkeit fehl am Platz. Wir werden die Kooperation mit den BürgerInnen in Zukunft bitter brauchen. So wie das Grün in der Stadt, das in der momentanen Stadtentwicklung nur eine untergeordnete Rolle zu spielen scheint.

Meint betrübt Uschi

Mittwoch, 4. November 2009

Mein Gott Werner

Eben gelesen in ORF-Online:

"Ball an Unis weitergespielt
Die anhaltenden Studentenproteste sorgen offenbar für Verwirrung in der SPÖ: Kanzler Faymann betonte am Mittwoch, nun doch keine neuen Zugangsregeln zu wollen, sondern dass bestehende Bestimmungen angewendet werden sollen. Fachhochschulen mit ihren Aufnahmetests seien kein Vorbild, so Faymann, der am Vortag das Gegenteil gemeint hatte. Gleichzeitig verwies er aber auf den "Notfallparagrafen" im Unigesetz, mit dem die Unis mit Beschränkungen auf zu viele "Numerus-clausus-Flüchtlinge" aus Deutschland reagieren sollen."

Also dieser Sozialdemokrat ist farblos und wendehalsig wie kaum ein Politiker zuvor. Jetzt wird er noch ein paar Umfragen und die engültige Meinung der Krone abwarten und dann wir regiert.
Da kann Frau nur sagen:
Rückgrat findet sich derzeit in besetzten Aulen und Hörsälen, aber nicht im Kanzleramt.

Uschi

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