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Freitag, 9. Oktober 2009

Wo bleiben Zukunft und Begeisterung?

Dem Vernehmen nach klausuren an diesem Wochenende BMin Zachs Koalitionspartner ÖVP und SPÖ, um - wie sie behaupten - ihr budgetäres Profil zu schärfen. Doch was da aus dem Munde der Fraktionschefs Sprenger und Grünbacher zu hören ist - Jammern über erwartete Mindereinnahmen, Verteilung des Mangels, aber dennoch rote Handschrift - lässt jeden Wunsch nach Veränderung, jede Vision in und aus der Krise, ja jedes Bild von der Zukunft vermissen.

Dabei brauchen die Menschen gerade jetzt Bilder von der Zukunft, um die Angst vor der Zukunft zu verlieren. Gerade jetzt wäre angesagt, die Krise als Chance zu begreifen und mit gezielten nachhaltigen und intelligenten Investitionen der Krise gegenzusteuern bzw. leichte Aufwärtstrends zu verstärken.

Wo sind denn die koalitionären Bilder von einer zukunftsweisenden Mobilität abseits des Zupflasterns mit Ampeln, damit gar niemand mehr denken und Rücksicht nehmen muss? Wo sind denn die Leuchtturmideen von einer perfekten aber sanften Mobilität, die den bei den BürgerInnen ohnehin schon vorhandenen intelligenten Mobilitätsumkehrtrend weg vom PKW hin zu Öffis und Rad verstärkt? Wo sind die Visionen und intelligenten Investitionen in E-Räder und -Scooter, in solargestützte Stromtankstellen? Da diksutiert man lieber weiter über die Aufhebung des Nachtfahrverbotes für fossil betriebene Mopeds, schenkt den Jugendlichen zur Jungbürgerfeier einen Führerschein, anstatt ihnen den Weg in eine leise, saubere und coole Mobilität zu weisen.

Da wird gejammert über den einen oder anderen KFZ-Zulieferbetrieb, der wirtschaftliche Probleme hat, anstatt endlich einmal ernsthaft darüber nachzudenken, was für eine Stadt mit alljährlich zigtausenden Studierenden, mit einer Univeristät im Spitzenfeld der Forschung die wirklich zukunftsträchtigen, wertschöpfenden und langfristig sicheren Arbeitsplätze sind. Zukunftsorientierte Beriebsansiedelungspolitik anstatt ein Wirtschaftsreferat, das sich mit Public Viewing bei der nächsten Fussball-WM auseinandersetzt. Wo sind die visionären Vorstellungen davon, wie durch den Energieentwicklungsplan, der jetzt auf Schiene kommt, nicht nur Energie gespart und Co2 durch erneuerbare Energien reduziert sondern in Verbindung mit einer intelligenten Betriebsansiedelungspolitik hunderte zukunftsträchtige Arbeitsplätze geschaffen werden können?

Wo sind die Bilder von einer Stadt, in der Grün endlich wieder Bestandteil der Urbanitätsdebatte wird? Wo bleibt die wirtschaftliche und soziale Intelligenz, die im Subventionsbereich von Sozialem bis Kultur, von Sport bis Jugendarbeit gerade nicht den Rasenmäher angesetzt sondern investiert, weil wir wissen, dass diese Stadt von der Vielfalt des Angebotes lebt und das soziale Netz von der Vielfalt der Sozialeinrichtungen zusammenghalten wird?

Wo bleibt ganz einfach die Begeisterung dafür, diese Stadt zu gestalten? Diese Begeisterung bräuchten die Meschen gerade jetzt ganz besonders. Jetzt brauchen sie kein düsteres Szenario über Einnahmenrückgänge, kein Jammern über Mangelverteilung, keine mittlereweile ohnehin undefinierbare "rote Handschrift" - jetzt brauchen sie eine Politik, die Zukunftsbilder bietet, die bereit ist, Geld gerade jetzt in die Hand zu nehmen, um in diese Zukunft zu investieren, eine Politik, die die Menschen aus der Resignation und vom Frust über die da oben herausholt, sie mitnimmt und für unser Gemeinwesen begeistert.

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Was hat bitte a Gottesdienst bei der Jungbürgerfeier zu suchen? Verwechselt si die Bürgermeisterin mit dem Ayatollah Kommeni? Wir leben in keinen Gottesstaat!Wenn man 50, 75 oder 100 wird rennt man ja auch nit zwingend in die Kirche.
Der Gottesdienst verschreckt sicher viele Jungbürger und ist wohl ein Relikt aus dem 18. Jahrhundert.

Uschi Schwarzl hat gesagt…

da geb ich dir völlig recht. aber wir sind halt in tirol, da ticken etliche uhren anders - siehe 20. september.

lg uschi

 
Uschi Schwarzl - innsbruck.gruene.at