www.uschischwarzl.at Link zu den Innsbrucker GRÜNEN Link zu Uschis Facebook-Profil Link zu den Videos der Innsbrucker GRÜNEN Uschis Blogeinträge als RSS-Feed Link zu den Bildern der Innsbrucker GRÜNEN Startseite

Dienstag, 30. Juni 2009

PerformIC - Neue Weg zur (der) Kunst

von 26. bis 28.6.09 haben INNSBRUCK CONTEMPORARY ein Performance-Festival in Innsbruck und Schwaz veranstaltet. Auch wenn ich nicht bei allen Perfomances im öffentlichen Raum und den diversen Ausstellungsräumen dabei sein konnte, für mich haben die drei Tage einen wichtigen neuen Zugang zur Kunst geboten , und wie die gut besuchten Performances quer durch die Stadt gezeigt haben, nicht nur für mich.
Und wohl auch für die Kunst eine in Innsbruck bisher kaum etablierte Form, sich Stadt und Publikum - auch das zufällige - zu erobern.
Und das trotz widriger Umstände namens politischer Borniertheit. Wie bereits gepostet, punishment von Tstatsumi Orimoto wurde vor dem Goldenen Dachl untersagt, Julia Bornefelds Alpenliebe - grundlos glücklich durfte die Fuzo-Baustelle nicht stören. BMin Zach und Tiefbaustadträtin Pokorny-Reitter gebühren dafür nachträglich Medaillen mit er Aufschrift "grundlos politisch glücklich".

Aber das kunstinteressierte Innsbrucker Publikum ist anders und zahlreich - gut so. Und auch die mit künstlerischer Aktion im öffentlichen Raum konfrontierte Bevölkerung. Punishment vor dem Dom, die symbolische Exekution von 26 BrotträgerInnen in Erinnerung an das Martyrium 26 christlicher Missionare inTokio im 16. Jahrhundert, ließ niemanden unberührt. Nicht die in Schale geworfenen eilig vorbei hastenden Tanzsommergäste, nicht die japanischen ToruristInnen, nicht jugendliche DomplatzbenutzerInnen, nicht die interessierten PerformIC-Gäste.

Eine ähnliche Intervention, der sich kaum jemand entziehen konnte, stellte die Klanginstallation von columbosnext im Waltherpark dar. Der Park, die riesige Trauerweide haben da wahrlich multivokale Geschichten erzählt. Der Park wurde plötzlich mit anderen Ohren gesehen, der besprochene und besungene öffentliche Raum im öffentlichen Raum ins Zentrum gerückt.

Marlene Haring sorgte mit ihrer Performance in der Taxisgalerie für Heiterkeit. Sie wiederholte einfach in einer Endlosschleife die Einleitungs- und Begrüßungsworte der Hausherrin, der Landesrätin und der Vertretung von BMin Zach. Wobei sich die Heiterkeit vor allem aus den Wortspenden Letzterer nährte. Ein später eingestiegener Beobachter brachte die Botschaft der Künstlerin auf den Punkt: "Die redet ja wie a Politikerin."

Fazit des Wochenendes: Kunst und Publikum haben der Borniertheit getrotzt - erfolgreich.

Danke allen beteiligten Institutionen dafür. Danke auch Eva & Adele, die uns neben ihren Performences als lebendes Kunstwerk mit ihrem Lächeln durch die drei Tage begleitet haben.

Uschi Schwarzl

Keine Kommentare:

 
Uschi Schwarzl - innsbruck.gruene.at