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Dienstag, 30. Juni 2009

EURO -Kosten eigentlich unerhört

Die Berichterstattung über das Euro-Loch bzw. die dabei geprüften und noch zu prüfenden Ungereimtheiten hat meiner Meinung nach eine Ungeheuerlichkeit fast von der Bildfläche verschwinden lassen.
Die über 5 Mio. öffentliche Gelder für 21 EURO-Tage heißen nix anderes als 250.000.- pro EURO Tag. Dabei lass ich die 30 Mio. für die temporäre Stadionaufstockung noch außen vor. Dann wärens nämlich 1,75 Mio. pro EURO Tag.

Und das mit welcher nachhaltigen Wirkung? Ja, an Haufen Mehrwegbecher stehen der Olympiaworld noch zur Verfügung und der Takt der Mittenwaldbahn nach Seefeld wurde über die Euro hinaus verbessert. Aber hats dazu die Euro gebraucht????

Wahnsinn - oder? Drum bin ich immer fester der Meinung, dass es auch die YOG - die Youth Olympic Games im Jahr 2012 nicht braucht.

Liebe Grüße

Uschi

PerformIC - Neue Weg zur (der) Kunst

von 26. bis 28.6.09 haben INNSBRUCK CONTEMPORARY ein Performance-Festival in Innsbruck und Schwaz veranstaltet. Auch wenn ich nicht bei allen Perfomances im öffentlichen Raum und den diversen Ausstellungsräumen dabei sein konnte, für mich haben die drei Tage einen wichtigen neuen Zugang zur Kunst geboten , und wie die gut besuchten Performances quer durch die Stadt gezeigt haben, nicht nur für mich.
Und wohl auch für die Kunst eine in Innsbruck bisher kaum etablierte Form, sich Stadt und Publikum - auch das zufällige - zu erobern.
Und das trotz widriger Umstände namens politischer Borniertheit. Wie bereits gepostet, punishment von Tstatsumi Orimoto wurde vor dem Goldenen Dachl untersagt, Julia Bornefelds Alpenliebe - grundlos glücklich durfte die Fuzo-Baustelle nicht stören. BMin Zach und Tiefbaustadträtin Pokorny-Reitter gebühren dafür nachträglich Medaillen mit er Aufschrift "grundlos politisch glücklich".

Aber das kunstinteressierte Innsbrucker Publikum ist anders und zahlreich - gut so. Und auch die mit künstlerischer Aktion im öffentlichen Raum konfrontierte Bevölkerung. Punishment vor dem Dom, die symbolische Exekution von 26 BrotträgerInnen in Erinnerung an das Martyrium 26 christlicher Missionare inTokio im 16. Jahrhundert, ließ niemanden unberührt. Nicht die in Schale geworfenen eilig vorbei hastenden Tanzsommergäste, nicht die japanischen ToruristInnen, nicht jugendliche DomplatzbenutzerInnen, nicht die interessierten PerformIC-Gäste.

Eine ähnliche Intervention, der sich kaum jemand entziehen konnte, stellte die Klanginstallation von columbosnext im Waltherpark dar. Der Park, die riesige Trauerweide haben da wahrlich multivokale Geschichten erzählt. Der Park wurde plötzlich mit anderen Ohren gesehen, der besprochene und besungene öffentliche Raum im öffentlichen Raum ins Zentrum gerückt.

Marlene Haring sorgte mit ihrer Performance in der Taxisgalerie für Heiterkeit. Sie wiederholte einfach in einer Endlosschleife die Einleitungs- und Begrüßungsworte der Hausherrin, der Landesrätin und der Vertretung von BMin Zach. Wobei sich die Heiterkeit vor allem aus den Wortspenden Letzterer nährte. Ein später eingestiegener Beobachter brachte die Botschaft der Künstlerin auf den Punkt: "Die redet ja wie a Politikerin."

Fazit des Wochenendes: Kunst und Publikum haben der Borniertheit getrotzt - erfolgreich.

Danke allen beteiligten Institutionen dafür. Danke auch Eva & Adele, die uns neben ihren Performences als lebendes Kunstwerk mit ihrem Lächeln durch die drei Tage begleitet haben.

Uschi Schwarzl

Samstag, 27. Juni 2009

Seelenfutter und Kulissenschiebereien besucht das Apothekenmuseum Winkler

Vor rund einem halben Jahr haben Markus Dziemballa und ich ein neues grünes Format namens "Seelenfutter und Kulissenschiebereien" kreiert. Wir wollen - meist am Freitag nach Feierabend - grünen und auch anderen interessierten Menschen entspannten aber dennoch hintergründigen Zugang zu Institutionen der Kunst und Kultur in unserer Stadt bieten. Auf diese Wesie haben wir seither eine spannende Führung mit Monika Gärtner durch die Alpenvereinsausstellung "Berge, eine unverständliche Leidenschaft" in der Hofburg mitgemacht und mit Ingeborg Erhard und Andrej Siclodi die Stadturmgalerie und den Kunstpavillon besucht und dabei nicht nur die "Sezession Wichtelgasse" besucht bzw. passend zum angeblichen Gedenkjahr "Für Gott, Kaiser und Vaterland" gekämpft, sondern auch Einblick in die Geschichte und die Strukturen der Tiroler KünstlerInnenschaft bekommen.


Seelenfutter und Kulissenschiebereien bei der Tiroler KünstlerInnenschaft

Nach dem Videonachmittag "Filmen in Afrika" im Rahmen des diesjährigen Internationalen Filmfestivals Innsbruck stand gestern 26.6.09 ein Besuch im Apothekenmuseum Winkler in der Altstadt am Programm.
Mit diesem beginne ich nun, kurze Berichte und auch Fotos von unseren Besuchen auf meinen BLOG zu stellen.

Vermutlich kennen viele InnsbruckerInnen dieses Kleinod gar nicht. Dort taucht man/frau nämlich nicht nur in die Geschichte der Pharmazie ein, sondern bekommt durch die passionierte Sammeltätigkeit der Familie spannende historische Informationen über den Alltag des Innsbrucker Bürgertums in den letzten rund 400 Jahren.


Seelenfutter und Kulissenschiebereien im Apothekenmuseum

Führungen gibt es nach Vereinbarung unter Tel.: +43 (512) 589388 oder stadt.apotheke.winkler@utanet.at

Und wenn jemand von den BLOG-LeserInnen künftig Informationen/Einladungen zu "Seelenfutter und Kulissenschiebereien" bekommen möchte, bitte hier oder unter uschi.schwarzl@magibk.at deponieren.

Liebe Grüße

Uschi

Dienstag, 23. Juni 2009

Kulturpolitik im Keller?

Wenn Norbert Pleifer einen Teil des Treibhaus-Kellers zumauert, um auf das Ungleichgewicht zwischen Fixkosten und Subventionen bzw. die seit Jahren aufgehende Schere hinzuweisen, dann soll das Hintertürchen nicht nur für LH Platter und BMin Zach offen stehen. Auch wenn die beiden es vielleicht gerne hätten, aber staatliches Mäzenatentum hat in demokratischen Systemen nichts verloren. Kulturpolitische Entscheidungen sollen in den dafür vorgesehenen Gremien fallen.

Kommenden Dienstag tagt der Innsbrucker Kulturausschuss. Er könnte im zugemauerten Treibhaus-Riesenrundgemälde mit Blick auf das kerzenumrahmte Hofer-Bild tagen und sich neben einem Vorgeschmack auf oben – Stichwort Bergisel – so ganz nebenbei auch vielleicht nicht ganz unwichtige Informationen über die Situation des Treibhauses holen. Daraus könnte dann eine Empfehlung an Frau Bürgermeisterin und Kulturreferentin werden, eine Art gremialer Schlüssel für das Öffnen des Hintertürls im Herbst.

Das ist durchaus ernst gemeint. Der Kulturausschuss hat seit den Rochaden nach dem Abgang von Dr. Platzgummer eine neue Obfrau, das Treibhaus ist neben Landestheater, Hofburg, Volkskunstmuseum, Hofkirche, Jesuitenkirche und von Frau BMin gewünschtem Haus der Musik ein zentraler Baustein in der Innsbrucker Kulturmeile. Grund genug, dass sich der Ausschuss mit dessen Lage und Zukunft befasst.

Das gilt übrigens im gleichen Ausmaß für den Innsbrucker Kunstraum. Auf Betreiben der Bürgermeisterin zum Jahreswechsel von der Gemeinderatsmehrheit um 20% gekürzt, steht auch der Kunstraum ohne Änderung mittelfristig vor dem Aus.

Auch hier könnte sich der Kulturausschuss unter neuer Leitung von beleidigten Bestemmentscheidungen der Bürgermeisterin emanzipieren, sich selbst umfassend informieren und zu einer eigeständigen Empfehlung gelangen.

Der Stadt und der Kunst und Kultur in der Stadt täte das nur gut.

Sonntag, 21. Juni 2009

Provinzieller gehts nimmer

In Innsbruck und Schwaz haben sich seit längerem 13 Galerien und Institutionen zusammengeschlossen um den Standort Innsbruck/Tirol im Bereich der zeitgenössischen, visuellen Kunst auf hohem Niveau zu stärken und zu fördern. (Mehr dazu unter www.innsbruckcontemporary.at) Kommendes Wochenende 26. bis 28.6. mach sie unter dem Motto "performIC" den öffentlichen Raum von Innsbruck und Schwaz zur Bühne für Performance-Kunst. Doch leider nicht in allen Fällen den gewünschten öffentlichen Raum. So war von der Galerie Thoman geplant, Julia Bornefelds "Alpenliebe - grundlos glücklich" in der Maria Theresien Straße vor der Spitalskirche zu zeigen, und der Kunstraum wollte Tatsumi Orimotos "punishment" am Platz vor dem Goldenen Dachl inszenieren.

Beidem hat der klassische Innsbrucker Weltstadtprovinzialismus ein Schnippchen geschlagen.

Der Platz vor dem Goldnen Dachl sei laut Innsbrucker Behörden - sprich BMin Zach - für punishment zu sensibel und Alpenliebe vor der Spitalskirche scheiterte angeblich am Puch - 500, den Tiefbaustadträtin Pokorny-Reitter als unpassend für eine angehende Fußgängerzone hielt.

Dazu kann Frau nur sagen "provinzieller gehts nimmer". Das schreit geradezu nach einer dringlichen Anfrage in der Gemeinderatssitzung Anfang Juli. Es ist ja ungeheuerlich, wie sich einzelne Politikerinnen wie kleine Fürstinnen aufspielen, die sich als quasi - KuratorInnen anmaßen, über Kunst zu urteilen, sie zuzulassen oder nicht, ihrem persönlichen Geschmack zum Durchbruch verhelfen, sie als passend oder unpassend qualifizieren.

Sowohl die Maria Theresien Straße als auch der Platz vor dem Goldenen Dachl sind öffentliche Räume und nicht Privatbesitz der Bürgermeisterin oder der Tiefbaustadträtin. Diese prominenten öffentlichen Räume in der Stadt sind geradezu ideale Orte für temporäre Kunstprojekte und -prozesse, die es zu fördern gilt anstatt sie am "weltstädtischen Provinzialismus" einzelner Exponentinnen der Stadtregierung scheitern zu lassen.

Während sich mit Innsbruck Contemporary 13 Kunstinstitutionen bemühen den Standort Innsbruck/Tirol im Bereich der zeitgenössischen, visuellen Kunst auf hohem Niveau zu stärken und zu fördern, gelingt es der Stadtführung auf peinliche Art und Weise das Gegenteil zu tun.

Peinlich! Meint Uschi

Donnerstag, 4. Juni 2009

Regierungsarbeit muss einfach (schön) sein

ist euch auch schon aufgefallen, dass die Öffentlichkeitsarbeit von StRin Dr. Marie-Luise Pokorny-Reitter (SPÖ) seit Wochen fast nur aus dem Überreichen von ausrangierten Straßenschildern besteht. Zuerst der HTL, dann im ORF, dann die Etzelstraße an die TT und heute die Adamgasse an die Tiroler Woche - immer natürlich mit Foto. Hab ich Krone, Kurier und Stadtblatt übersehen, oder kommen die dem Taferaustauschrhythmus folgend erst später dran??? Morgen Freitag dann jedenfalls Taferl-Supergau bei der Versteigerung.

Da drängt sich fast "Maria Taferl" als neuer Spitzname auf :-)

Uschi

Montag, 1. Juni 2009

Eine Reise wert

ich habe einen ausflug zu verwandten in südtirol am wochenende genützt, um mir einerseits die landesausstellung in franzensfeste als auch das neue museum in st. leonhard im passeier anzusehen.

beide sind eine reise wert.

ganz besonders ans herz lege ich euch die landesausstellung in der franzensfeste mit dem titel "labyrinth freiheit". meines erachtens nach die beste landesausstellung, die es bisher gab, eine unglaubliche fähigkeit, mit mitteln der kunst themen wir freiheit, mobilität, gesellschaft, kunst, bildung usw. einfach aber eindrücklich nahe zu bringen - ohne durch lange lektüre oder komplizierte audioguides herauszufinden, worums geht. dazu die festung, die schon in der errichtungsphase überholt war. wirklich ganz toll. es lohnt sich sogar, mehrmals hin zu fahren. eintritt übrigens frei.

das hofer-museum in st. leonhard hat eine ergänzung zum thema helden erfahren. vom augenzwinkernd einführenden film bis hin zu den themen rund um helden und die ausstellungsarchitektur sehr gelungen.

empfiehlt uschi
 
Uschi Schwarzl - innsbruck.gruene.at