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Donnerstag, 7. Mai 2009

Eine Frage der Wertschätzung

Weils so unglaublich ist, möchte ich euch das nicht vorenthalten. Dieses Schreiben erging vor einiger Zeit von Norbert Pleifer, Treibhaus, an Kulturlandesrätin Beate Palfrader

NORBERT K PLEIFER
treibhaus
angerzellgasse 8
6020 innsbruck

an die
KULTURREFERENTIN der tiroler landesregierung
Dr.BEATE PALFRADER
landhaus
6020 innsbruck

betrifft: gesprächskultursehr geehrte frau kulturreferentin

meine zusammenfassung gleich vorweg:
seit beginn meiner nunmehr 33jährigen kulturarbeit im gebirge hab ich mich noch nie mit einer derartigen ignoranz und verachtung meiner arbeit von politischer seite konfrontiert gesehen. selbst die zeit der betonköpfe im innsbrucker gemeinderat hatte mehr respekt vor unserer arbeit und unseren anliegen. seit september vorigen jahres versuch ich in unregelmäßigen abständen mit Ihnen ins gespräch zu kommen. meine telefonischen ansuchen um einen gesprächstermin wurden regelmäßig quittiert mit der fröhlichen aussicht, demnächst zurückgerufen zu werden. was bis februar 09 nie geschah. als ich dann bei meinen anrufen die rückrufvertröstungen mit gelächter quittiert und ein wenig heftig mein erstaunen geäußert habe, wurde ich aufgefordert, mein anliegen schriftlich per mail vorzulegen."um gut vorbereitet ins gespräch zu gehen". was ich prompt getan habe - dazu einen ausführlicheren brief getippt und das bis dahin aufgeschobene ansuchen für 2009 als beilage gleich dazugepackt:"das ist ein hilferuf aus der angerzellgasse". die briefmarke hab ich gespart und persönlich das konvolut in Ihrem büro für Sie abgegeben. tags darauf wurde ich tatsächich angerufen: die frau landesrat prüfe und werde sich dann umgehend mit uns darüber unterhalten. heute ist der 1.mai bis heute haben wir keine nachricht, wie mit unserem hilferuf von seiten des landes umgegangen wird. bis heute wissen wir nicht, wie unser ansuchen behandelt wird. das jahr 2009 ist im fünften monat es fallen strom und müllrechnungen an reperaturen waren überfällig die rechnungen stapeln sich. seit vier monaten läuft ein wunderbares programm treten künstler aus aller herren länder auf, haben anspruch auf die vereinbarten honrare sind die hotelrechnungen überfällig, mahnt die akm etc.etc
wir machen kulturarbeit am rande der fahrlässigen krida. diese situation ist unerträglich. mein brief an Sie endete: "um den fortbestand des treibhauses willen erbitten wir die erhöhung der subvention des landes tirol ....anders ist das treibhaus nicht mehr lebensfähig ohne in kommerzielle abgründe zu schlittern, für die wir alle, die seit jahren und mit viel freude hier arbeiten, nicht zu haben sind."keine antwort darauf zu erhalten ist auch eine.PS: wissen Sie überhaupt, wo das treibhaus ist?
ein kleiner tip: das treibhaus ist nicht das gewächshaus drunten beim hofgarten sondern jenes kulturzentrum am rande des volksgartens, das seit 1981 versucht, ein bisschen farbe in den grauen alltag der granitblöcke und kalkkögel zu bringen. why my guitar gently weeps: enttäuscht und ein wenig zornig
norbert k. pleifer
treibhaus

und weil Frau Landesrätin Palfrader auch auf diesen Hilferuf bis jetzt nicht geantwortet hat, habe ich - uschi schwarzl - mir erlaubt, stellvertretend für sie zu antworten:

sehr geehrter herr pleifer,

sie müssen schon einsehen, dass der herr andreas hofer und das denkmal für seinen gegenwärtigen nachfolger derzeit einfach alle kräfte binden. mein einsatz gilt entsprechend der bedeutung dieses vorhabens und der tradition unseres schönen landes täglichen schützengedenkaufmärschen, strahlenden kinderaugen, die unseren hofer im unterricht besingen, bereden, begreifen, beturnen, all meine gedanken kreisen um ein tirol als behauptung, in dem geschichte zukunft trifft, wo tausend dinge in 100 vitrinen innen und außen verschmelzen, sodass das tirol, das in dir steckt, bei einem festumzug, um den sich ein dreitägiges stadtfest rankt, geschmückt von einer rose mit tausend dornenkronen, vom prolog zum epilog die besucher absorbiert. eben - genau.

wo kämen wir also hin, wenn wir uns angesichts der bedeutung der geschilderten herausforderungen mit derartigen nebensächlichkeiten, wie sie die fälligen müllgebühren eines treibhauses darstellen - das kann ja wohl eh nur biomüll sein, also machts halt an komposthaufen - nicht auseinandersetzen können.

die visualisierung von quantitativen verhältnissen durch visualisierte tabellen und narrative graphiken zu bewegungen und operationen des treibhauses reichen mir aus, um mir bis spätestens 21.9.09 ein panorama zu machen und meine subventionäre entscheidung vom eduard wallnöfer platz in die angerzellgasse zu translozieren.

an diesem tag wird sich die distanz zum geschehen auf null verringern - das wird wohl früh genug sein - oder?

ihre b. p.

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

liebe uschi schwarzl,
dass die palfrader nichts weiter bringt als offenbar das schneiden ihrer stirnfransen ist auch für mich längst fakt.

als aklleinerziehende mutter von 2 kleinkindern, die im herbst den kindergarten besuchen, möchte ich nun endlich wissen, was ab herbst in der stadt sache ist. erkundigt man sich bei öffentlichen oder auch privaten, heisst es es wird auf die endgültige entscheiung des landes gewartet.

bitte, interveniere beim land wies nun weiter geht, weil so kanns wohl nicht sein. gilt ein bundesgesetz für die palfrader nicht... was muss die dreiviertel jahr lang abchecken: ihre eigene unfähigkeit??

frau palfrader ist völlig ungeeignet für alles moderne. und kultur beschränkt sich für sie vermutlich auf das schellen der kuhglocken und läuten zur messe.

Uschi Schwarzl hat gesagt…

mach ich gerne - mich erkundigen. intervenieren kann ich nicht, nur nachfragen. stand da nicht was in der tt am sonntag???

lg uschi

Anonym hat gesagt…

hallo uschi, danke. das weiß ich leider nicht, diese auskunft habe ich direkt in den betrieben erhalten.

 
Uschi Schwarzl - innsbruck.gruene.at