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Mittwoch, 4. März 2009

das gewicht von 2 stunden

wie immer man/frau zur von ministerin schmied gewünschten aufstockung der lehrerInnenstunden steht, eines muss man ihr neidlossen lassen. die frau kämpft für die dringend notwendige bildungsreform in unserem land und gegen die ÖVPler marke neugebauer und pröll, der sich elegant aus der verantwortung schleichen will (ich streich dir das geld, ob du damit stunden für schülerInnen kürzt oder für lehrerInnen erhöhst, ist dir gemäß neu-budget-deutsch "globalbudget" überlassen.

aber schmied dreht den spieß um, sie kämpft, lässt sich nicht einschüchtern. mehr geld für reformen oder eben 2 stunden mehr bei den lehrerInnen. und sieh da, plötzlich geht sie los die diskussion über die katastrophalen arbeitsplätze für lehrerInnen an den schulen, über die notwendige reform hin zum ganztagsschulbetrieb bei sinnvoller verschränkung von lernen, grupen- allein-arbeit, freizeit, spiel, weg vom 50 minuten arbeit - 5 minuten pause -rhythmus, zum lernen in der schule statt per nachhilfe oder mit eltern zwischen abendessen und zib 2,...

ja, es mag sein, dass es sich nicht gehört, lehrerInnen auszurichten, dass die ministerin aus budgetnöten wünscht, dass sie 2 stunden länger in der klasse sind, ja es mag sein, dass das genau wieder die engagierten lehrerInnen trifft, die ohnehin über jede gebühr und jede arbeitszeitvorgabe für ihre schülerInnen da sind, dennoch, wer für die änderung dieses schulsystems ist oder vorgibt dafür zu sein, sollte nicht - wie leider auch manch grüne - nein schreien, noch bevor die erste APA-medung über die bildschirme ging, sondern sollte die sache differenzierter sehen.
und vor allem schuld und verantwortung dort deponieren, wohin sie gehören - bei einer ÖVP die seit Jahrzehnten ein überholtes noch dazu als international gescheiterert anerkanntes fast feudales schulsystem aufrecht erhält und dabei via einem herrn neugenauer samt teilen der gewerkschaft pädagogInnen, eltern und schülerInnen in geiselhaft hält.

klar, die debatte bedient auch niedere instinke, stereotype gegenüber lehrerInnen - die elternumfrage mit dem klaren votum für ihr vorhaben, hätten sie sich sparen können, frau ministerin. denoch auch diese vorurteile sind gemacht von bildungsreaktionären wie oben beschrieben.

ich wünsche mir jedenfalls dass die inkriminierten und heiß umfehdeten 2 stunden so großes gewicht bekommen, dass sie stark genug sind die bildungsreformbremser ihrerseits endlich auszubremsen.

wenn das das ziel ist, wenn das erreciht wird, dann chapeau frau schmied.

uschi schwarzl

1 Kommentar:

wome hat gesagt…

Danke Uschi für diesen umsichtigen Kommentar. Ich finde auch, dass die Ganztagsschule das zeitgemäße wäre. Bin ja selber in solch eine gegangen und habe das genossen. Dafür muss allerdings noch einiges getan werden, nicht nur im Arbeitsrecht für die LehrerInnen, sondern vor allem baulich. Aber, wann, wenn nicht jetzt,
liebe Grüße
wome

 
Uschi Schwarzl - innsbruck.gruene.at