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Sonntag, 7. September 2008

PA Bergisel-Museum: Politische Peinlichkeit erster Güte

"Es kam, wie es kommen musste, wenn politische Selbstherrlichkeit ohne entsprechende Grundlagen Tatsachen schaffen will", bringt Grünstadträtin Schwarzl das Dilemma von ÖVP und SPÖ in Sachen Bergiselmuseum und Übersiedelung des Rundgemäldes auf den Punkt. Wer so wie Altlandeshauptmann Herwig van Staa teure Tatsachen schaffen wolle - die Kosten sind von 12 auf 18 und mittlerweile kolportierte 20 Mio. Euro gestiegen - ohne vorher ein inhaltliches Konzept zu haben und ohne sicher sein zu können, dass der Hauptzweck des Museumsneubaus, nämlich die Übersiedelung des Riesenrundgemäldes und damit die Aufhebung der Einheit von Rotunde und Bild, überhaupt möglich ist, biete ein peinliches Lehrbeispiel dafür, wie Politik gerade nicht funktionieren solle.

Für die GRÜNEN komme der zu erwartende negative Bescheid des Bundesdenkmalamtes nicht unerwartet, hatten doch internationale PanoramaexpertInnen seit langem davor gewarnt. "Damit wird nicht nur das 'Herwigeum' am Bergisel in seinen Grundfesten erschüttert, sondern die ganze schwarz-rote Landesregierung. Diese hat nämlich in Vogel-Strauss-Manier den Altlandeshauptmann an seinem Denkmal werkeln lassen, ohne so wie die GRÜNEN auch nur einmal die zentralen Fragen zu stellen", übt der GRÜNE Klubobmann Georg Willi harsche Kritik an den SchleppenträgerInnen der Koalitionsparteien.

Nur die GRÜNEN hätten von Beginn an diese zentralen Fragen gestellt und davor gewarnt, vor deren Beantwortung Tatsachen zu schaffen: Wofür soll das geplante Museum stehen? Was sind seine Inhalte? Ist eine Trennung von Bild und Gebäude überhaupt möglich und sinnvoll? Welche Nachnutzung ist für die Rotunde in Verbindung mit der alten Hungerburgstation möglich und spannend? Wie könnte ein Konzept für Rundgemälde am bisherigen Standort ? von den GRÜNEN stets präferiert ? und gesamtem Stadtentwicklungsbereich aussehen? Bräuchte es nicht dringend ein Museumskonzept für das Land bevor neue Museen gebaut werden? Bräuchte es nicht endlich viel eher eine Prioritätenreihung aller kolportiertenProjekte ? Kunsthaus, Haus der Alpen, Bergiselmuseum, Kunstfakultät? Im Hinblick auf Bedarf und Chancen für Land und Stadt, anstatt aus Bestemm auf einem Projekt zu beharren, das von Beginn an von hinten aufgezäumt war?

"Die nunmehrige Situation ist peinlich für die Verantwortlichen, sie bietet aber auch die Chance, die aufgezeigten Fragen endlich wirklich zu stellen und breit zu diskutieren", fordern Schwarzl und Willi die von den GRÜNEN seit langem geforderte Nachdenkpause, die das Bundesdenkmalamt jetzt förmlich erzwingt, zum kulturpolitischen Diskurs zu nützen.

1 Kommentar:

Michael Bauer hat gesagt…

hallo auf blogger.com! viel spaß beim bloggen.

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