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Montag, 21. Juli 2008

PA Umlaufbeschluss zu Maria-Theresien-Straße

Heute wurden dem Stadtsenat per Umlaufbeschluss die Mittelbeschlüsse für den Bau der FußgängerInnenzone Maria-Theresien-Straße vorgelegt. "Ursprünglich mit einem Kostenrahmen von € 4,5 Mio. kalkuliert, machen jetzt alleine die Baukosten wegen des hohen Pflastersteinpreises (trotz Nachlass nach Verhandlungen) knapp € 5 Mio. aus", erläutert die GRÜNE Stadträtin Uschi Schwarzl gemeinsam mit Klubobmann Gerhard Fritz. Die Kosten für Mobiliar, Beleuchtung und goldenes Netz mit insgesamt knapp € 1 Mio. werden noch extra zu budgetieren sein. "Wir GRÜNE haben heute unser 'NEIN' unter diesen Umlaufbeschluss gesetzt. Nicht nur deshalb, weil die Mehrkosten zu hoch sind und die Verantwortung dafür nie benannt wurde bzw. wie eine heiße Kartoffel durchs Magistrat geschoben zu werden scheint, sondern weil wir GRÜNE bereits im Februar bei der Projektpräsentation eine vertane Chance geortet haben", so die beiden GRÜN-PolitikerInnen.

In der Weiterentwicklung des Siegerprojektes von 'AllesWirdGut' habe sich nämlich das Straßendenken gegenüber dem Platzdenken durchgesetzt. "Hatte die Wettbewerbsjury das Projekt noch deshalb gelobt, weil die Mittelzone vielfältig nutzbar sei und mit den Randzonen eine hohe funktionale Flexibilität aufweise, dazu jedoch gefordert, die dichte Anordnung der Möblierungselemente zu überdenken, so ergab die Präsentation des überarbeiteten Projektes im Februar das genaue Gegenteil", berichtet der GRÜNE Klubobmann, "die Segregation in mittleren Platz und äußere Fahrzonen wurde verstärkt und die Möblierung verdichtet." Damit würde aus einem großzügigen "Maria-Theresien-Platz" eine Maria-Theresien-Straße mit einem "vollgestellten" Maria-Theresien-Platz in der Mitte. Verstärkt werde diese Trennung durch die lineare, einseitig nord-süd ausgerichtete (Sitz)Möblierung, die in Verbindung mit den Fahrradstellen ebenfalls im mittleren Aufenthaltsbereich und den Gastgärten eben nicht zur von der Jury gewünschten funktionalen Flexibilität zwischen innen und außen, sondern im Gegenteil beinahe zu Undurchlässigkeit zu führen scheine.

"Diese Segregation setzt sich auch im so genannten inneren Aufenthaltsbereich fort, indem nämlich die Kommunikationsmöglichkeit, die auch ein 'Sich gegenüber Sitzen' erfordert, auf die Konsumbereiche, sprich Gastgärten, beschränkt wird, während die konsumzwanglosen Sitzmöglichkeiten einerseits durch das Hereinrücken der Gastgärten stark reduziert sind und gleichzeitig durch ihre reine Nord-Süd-Ausrichtung höchstens zum Ausrasten nicht jedoch zur Kommunikation einladen", bemängelt Schwarzl. Dies werde eindrucksvoll in der Stellungnahme des SOG-Beirates bestätigt, der meint: "Das Verhältnis der konsumfreien Sitzbereiche zu den Gastgärten sollte überdacht bzw. zugunsten der konsumfreien Sitzbereiche verändert werden."

"Ähnlich fiel übrigens im Februar eine Stellungnahme der ArchitektInnenschaft aus und auch VertreterInnen der Innenstadtwirtschaft haben mittlerweile ganz ähnliche Bedenken geäußert", ergänzen Schwarzl und Fritz abschließend.

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Uschi Schwarzl - innsbruck.gruene.at