www.uschischwarzl.at Link zu den Innsbrucker GRÜNEN Link zu Uschis Facebook-Profil Link zu den Videos der Innsbrucker GRÜNEN Uschis Blogeinträge als RSS-Feed Link zu den Bildern der Innsbrucker GRÜNEN Startseite

Sonntag, 6. Juli 2008

PA Lärmabhängige Flughafengebühren völlig unzureichend

Bereits im April 08 hatten die GRÜNEN eine Anfrage zu allfälligen Ausbauplänen und zum Stand der lärmabhängigen Landegebühren am Innsbrucker Flughafen eingebracht. Im Juni-Gemeinderat erfolgte die Beantwortung durch BMin Zach. Demnach wurden am Innsbrucker Flughafen im Betriebsjahr 2007 insgesamt 155 Landungen mit lärmabhängigen Gebühren belegt. Diese Zahl entspricht in etwa dem halben Flugaufkommen an einem einzigen durchschnittlichen Wintercharter-Wochenende.40 der 155 pönalisierten Landungen entfielen auf die Lärmklasse 1 (Zuschlag rund € 1.000.-), 8 auf die Lärmklasse 2 (rund € 600.-) und 107 auf die Lärmklasse 3 (rund € 300.-), also insgesamt € 78.058,36.- Einnahmen aus diesen Lärmzuschlägen.


Wichtiger als diese absoluten Zahlen jedoch ist der Vergleich der pönalisierten Flugbewegungen mit der Zahl der Gesamtflugbewegungen:



2005

2006

2007

Flugbew. gesamt

40.389

41.467

42.374

davon pönalisiert

185 Landungen

130 Landungen

155 Landungen

% aller Flugbew.

0,45%

0,31%

0,35%


Hier zeigt sich, dass in all den Jahren nicht einmal 0,5% der gesamten Flugbewegungen mit einer lärmabhängigen Gebühr belegt waren. Und das obwohl sich in all den Jahren allein an der Messstelle 1 (Ursulinen) stets um die 4.500 Flugbewegungen mit einem maximalen Schallpegel von über 90dB gemessen wurden.


"Diese Ergebnisse zeigen einmal mehr, dass der Verzicht auf die Ausarbeitung eines auf die Innsbrucker Lärmverhältnisse maßgeschneiderten lärmabhängigen Gebührenmodells zu Gunsten der Übernahme des Züricher Modells keine lärmreduzierende Steuerungswirkung hat. Mehr oder weniger wird damit nur veraltetes Fluggerät, wie die MD 80–Serie oder die YAK–Serie 'erwischt'", fordert Grün-StRin Uschi Schwarzl zum wiederholten Male die Ausarbeitung eines Innsbrucker Gebührenmodells, das die tatsächliche Lärmentwicklung in Innsbruck berücksichtigt.Schwarzl erinnert Flughafen-Direktor Falch in diesem Zusammenhang an sein Schreiben an die Bürgermeisterinkanzlei vom Juli 2004, worin er mitgeteilt hat, dass die derzeit genehmigten lärmabhängigen Landetarife auf der Lärmklassifizierung von Zürich basieren, "zukünftig soll aber eine Klassifizierung auf Basis der in Innsbruck gemessenen Flugdaten angestrebt werden".


"Das wäre doch eine wichtige Aufgabe für das neue auf den Flughafen maßgeschneiderte Flughafen-Umwelt-Forum", ergänzt Schwarzl augenzwinkernd. Wichtig wäre laut GRÜNER Umweltsprecherin auch die Zweckbindung der Einnahmen aus diesen Aufschlägen – rund € 78.000.- im Jahr 2007 – für immissionsseitige Lärmschutzmaßnahmen bei den FlughafenanrainerInnen. Diese Zweckgebundenheit wäre sehr wohl mit der vorgeschriebenen Aufkommensneutralität vereinbar und würde auch einer rascheren Umsetzung des Bundesumgebungs-Lärmschutzgesetzes dienen.

Keine Kommentare:

 
Uschi Schwarzl - innsbruck.gruene.at